Gerwisch l Hermann Horst wohnt in der Woltersdorfer Straße in Gerwisch. Er war am Donnerstagabend zur Fragestunde in den Ortschaftsrat gekommen, um darauf aufmerksam zu machen, dass in der Straße sehr oft viel zu schnell gefahren wird.

Die Woltersdorfer Straße ist eine Tempo-30-Zone. Hier sind Grundschule und Hort ansässig und dadurch regelmäßig viele Kinder unterwegs. Es gibt ein 30-Schild, ein Schild „Achtung, Kinder“ und direkt auf der Straße sind ebenfalls laufende Kinder als Symbole aufgebracht. Zusätzlich messen Geschwindigkeits-Displays das Tempo der Verkehrsteilnehmer, zeigen ihnen an, wie schnell sie fahren und weisen rot warnend darauf hin, wenn die 30 km/h überschritten werden. Doch all das nützt offensichtlich herzlich wenig gegen unvernünftige Fahrer.

Displays bestätigen hohes Tempo

Schon morgens um 5.30 Uhr werde hier mit unglaublichen 80 bis 100 km/h durch die Straße gerast, berichtet Anwoh- ner Hermann Horst. Die Vorfahrt an den gleichrangigen Straßen werde dabei meistens ignoriert.

„Alle, die wir hier sitzen, stimmen Dir zu“, sagte Ortsbürgermeisterin Karla Michalski im Ortschaftsrat. „Wir haben hier Verhältnisse, die nicht tragbar sind.“ Die Verwaltung habe aus ihrer Sicht mittlerweile alles nur Mögliche unternommen, um die Raserei zu unterbinden. Schilder, Zeichen auf der Straße und auch die Geschwindigkeits-Displays seien angebracht worden.

Dass die Geschwindigkeiten tatsächlich so hoch seien, wie von Horst Hermann berichtet, lasse sich anhand der Geschwindigkeits-Displays belegen, erklärte die Ortsbürgermeisterin. Denn die Displays sind – anonymisiert – auslesbar. Regelmäßig würde die von der Gemeindeverwaltung vorgenommene Auswertung auch an die Polizei weitergegeben. Die führt hier auch Geschwindigkeitskontrollen durch. Aus Sicht der Ortschaftsräte sollte dies aber noch öfter geschehen. Und nicht nur in der Woltersdorfer Straße, denn auch in anderen Straßen gebe es dieses Problem.

Forderung nach verstärkten Kontrollen

„Wir fordern verstärkte Geschwindigkeits-Kontrollen an innerörtlichen Straßen durch die Polizei“, ließ Karla Michalski im Protokoll der Sitzung vermerken.