Burg l Gegen Mitternacht treffen Sonntagnacht zahlreiche Einsatzkräfte und Behördenmitarbeiter im Burger Landratsamt an: Polizei, Hauptzollamt, Beschäftigte der Stadt Burg und der Kreisverwaltung. Gegen 0.30 Uhr wird eine bekannte Diskothek und Tanzbar in der Innenstadt durchsucht, in der um diese Zeit gewöhnlich gefeiert wird, Personalien werden blitzschnell aufgenommen und überprüft. Manch ein Gast wundert sich ob der massiven Zahl von mehr als 40 Einsatzkräften, die abgestimmt ihrer Arbeit nachgehen.

Nach einer guten halben Stunde ist alles vorbei, die Party kann weitergehen, manch einer muss erst einmal frische Luft schnappen.

Gebündelte Aktion

Vize-Landrat Thomas Barz (CDU) zog noch in der Nacht ein positives Fazit und kündigte an, dass diese „gebündelte Aktion“ keine Eintagsfliege in Burg und im Jerichower Land sein werde. „Wir sind für den Jugendschutz verantwortlich, unserer Aufgabe nachgekommen und werden auch in Zukunft Präsenz zeigen.“ So hätten die Beamten bei fünf Minderjährigen – Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren – einen hohen Alkoholpegel nachgewiesen. Bei einem aus der Gruppe sogar um die zwei Promille. Der Landkreis als zuständige Behörde war darauf eingestellt, Jugendliche, die unter Alkohol stehen, auch die Nacht über in Obhut zu nehmen, sagte Fachbereichsleiterin Katrin Klemke. Das war allerdings nicht erforderlich.

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Insgesamt hätten sich alle Beteiligten, darunter auch die Mitarbeiter der Diskothek, kooperativ gezeigt, sagte die Leiterin des Polizeirevieres Jerichower Land, Janine Herfen. „Einige der Erwachsenen haben durchaus Verständnis gehabt, dass solche Kontrollen durchgeführt und Jugendliche geschützt werden.“ Nennenswerte Probleme habe es nicht gegeben. Unterstützt wurde die Burger Polizei auch von Kräften des Zentralen Einsatzdienstes der neu gegründeten Polizeiinspektion Stendal.

Große Wirkung

Auch Burgs Ordnungsamtsleiter Torsten Schulz war mit der „reibungslosen Aktion“ zufrieden. Er kontrollierte mit Mitarbeitern die Einhaltung des Nichtraucherschutzes. „Solche unangekündigten Besuche haben eine entsprechende Wirkung“, betonte er.

Redebedarf gebe es in den kommenden Tagen noch zwischen den Lebensmittelkontrolleuren des Kreises und der Geschäftsführung der Diskothek, kündigte Barz an.