Loburg l Standesgemäß eröffneten die Sängerinnen und Sänger den Ball mit Gesang. Fragt man die Vereinsvorsitzende Karola Hauser, der wievielte Sängerball am Sonnabend gefeiert wurde, reicht ein kurzer Seitenblick zu den Männern im Chor, dann steht die Antwort im Raum: Es sei der 99. Ball, behaupten die Herren der Schöpfung und berufen sich darauf, dass „schon immer“ ein Ball gefeiert wurde.

Tatsächlich kann der männliche Teil des heutigen Gesangsverein im kommenden Jahr auf sein 170-jähriges Bestehen verweisen. Der Gemischte Chor existiert seit 66 Jahren.

Benefizkonzert in Planung

Der Gesangsverein „Concordia“ Loburg besteht aus zwei Chören, dem Männerchor und dem Gemischten Chor. Beide Chöre stehen unter der Leitung von Friedrich Giese. Tradition beim Loburger Sängerball ist es, dass sich jährlich abwechselnd die beiden Chöre um das Unterhaltungsprogramm kümmern. In diesem Jahr waren die Männer an der Reihe.

Angesichts der grassierenden Grippe fehlten einige Sänger, dennoch machten die Männer beim Publikum Eindruck: Zuerst mit einem Medley bekannter Lieder und in einem zweiten Durchgang mit einem Superman-Quartett.

Rigolf Methling, der das Programm der Sangesbrüder anmoderierte, erinnerte auch an den im vergangenen Jahr verstorbenen Wolfgang Buge, der stets für die Bühnendekoration des Sängerballes verantwortlich gezeichnet hatte: „Wir vermissen ihn schon jetzt sehr.“

Ausblick

Die Vereinsvorsitzende blickte in ihrer Begrüßung zurück auf das Jahr 2017 und wagte einen Ausblick auf 2018. „Höhepunkte werden die Auftritte in Wiesenburg, Leitzkau und bei der Landesgartenschau in Burg sein.“ Zudem plant der Gesangsverein auch in diesem Jahr wieder ein Benefizkonzert zugunsten der Ruine „Unser Lieben Frauen“ in Loburg. „Wir hoffen, dass wir an den guten Erfolg der vergangenen Jahres anschließen können“, so Karola Hauser.

Vielleicht kann das Ereignis in diesem Jahr bei besserem Wetter ja sogar in dem historischen Gewölbe stattfinden. Im vergangenen Jahr war dies nicht möglich gewesen.

Für tanzbare Musik sorgten an dem Abend die drei Musiker von „Anja & Co.“ Getanzt wurde bis spät in die Nacht. Da Loburg über einen eigenen Busunternehmer verfügt, brauchten sich die Ballgäste nicht um die Qualitäten des kreisübergreifenden öffentlichen Nahverkehres kümmern.