Burg l „Burg-Süd wird sein Gesicht in den kommenden Jahren verändern und für junge Familien attraktiver werden“, sagt Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD). Ein Beweis dafür sei die Tatsache, dass der Sanierung von Grundschule und Sporthalle finanziell nichts mehr im Wege steht. Der zweite Fördermittelbescheid hat die Stadtverwaltung erreicht. „Damit sind wir in der Lage, beide Gebäude für jeweils 2,5 Millionen Euro auf einen modernen Standard zu bringen“, so Rehbaum. Allerdings handelt es sich nicht um eine Komplettsanierung, sondern vorrangig um energetische Arbeiten, „die aber dringend notwendig sind und den Erhalt beider Einrichtungen dokumentieren“, ergänzt der zuständige Sachgebietsleiter Ulf Petermann. Dafür stehe das Förderprogramm Stark III zur Verfügung, für Grundschule und Sporthalle erhalte die Stadt einen Zuschuss in Höhe von rund drei Millionen Euro.

Notwendig sind die Investitionen in der Grundschule, in der aktuell rund 200 Jungen und Mädchen unterrichtet werden, allemal. So mancher Luftzug pfeift durch die Fenster, die aus den 70er Jahren stammen. Deshalb stehen umfangreiche Fassadensanierungen und -dämmungen ebenso auf dem Plan wie der Einbau neuer Fenster, inklusive eines Sonnenschutzes. Auch eine moderne Lüftungsanlage in allen Klassenräumen und im Speiseraum soll für ein angenehmes Klima sorgen, kündigt Petermann an. Daneben wird noch Geld für den Einbau eines Aufzuges und die barrierefreie Erreichbarkeit der Einrichtung sowie allgemeine Putz- und Malerarbeiten ausgegeben.

Auf Digitalisierung vorbereiten

Da die Digitalisierung immer mehr Einzug hält, werden dafür auch die entsprechenden Voraussetzungen, also Leitungen und Anschlüsse, geschaffen. Eine Besonderheit wird es dennoch geben: Das dritte Obergeschoss, das nicht benötigt wird, ist von den Arbeiten ausgeschlossen.

Auch die nebenstehende Sporthalle hat eine Rosskur dringend nötig. Sie soll auch künftig nicht nur dem Schulsport, sondern weiter dem Breitensport dienen. Die Fachleute werden vom Dach bis zum Fußboden Hand anlegen, wobei das Dach nach seinem Austausch gedämmt und mit einem so genannten Lichtband versehen wird. „Darüber hinaus werden auch Fassade und Fußboden erneuert und eine moderne Heizung installiert“, erläutert Petermann. In diesem Zusammenhang ist zugleich neue Regelungstechnik für die Fernwärme und eine Lüftungsanlage vorgesehen. Bestandteil des Konzeptes sind außerdem neue Beleuchtungen in der Halle sowie eine funktional bessere Aufteilung der Gesamtfläche mit Barrierefreiheit.

Arbeiten beginnen 2020

Die Arbeiten werden Anfang nächsten Jahres beginnen und sich bis Mitte 2021 erstrecken. Der städtische Bauausschuss hat dem Projekt bereits zugestimmt. „Damit werten wir Burg-Süd deutlich auf. Das ist ein großer Schritt nach vorn“, urteilt der Vize-Vorsitzende Dominik Patté (SPD).

Damit nicht genug: Im kommenden Jahr wird auch das DRK mit dem Bau einer neuen Kindereinrichtung beginnen. Das Gebäude soll 90 Betreuungsplätze beherbergen.