Burg l Im Beisein von Vertretern des Burger Industrie- und Gewerbevereins (BIG) und der Erschließungsfirma MDDSL übergab Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) am Mittwoch einen Förderbescheid aus dem Landesprogramm „NGA Breitbandausbau“ an Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD). Durch die 90-prozentige Förderung in Höhe von rund 285 000 Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) kann die Stadt den Industrie- und Gewerbepark bis Ende 2017 mit leistungsfähigen Glasfaseranschlüssen (100 Mbit/s Up- und Download) erschließen lassen.

Diese Erschließung wird durch die Firma MDDSL realisiert. Geschäftsführer Andreas Riedel erklärte, dass es im ersten Quartal 2017 eine Info-Veranstaltung für alle im IGP ansässigen Firmen geben werde.

Wie der Vorsitzende des BIG, Sven Röhrich, sagte, bestehen im IGP aktuell lediglich „Insel- und Bastellösungen“, was die Internetversorgung betrifft. Von den neuen Leitungen werden, so Röhrich weiter, mindestens 25 größere Unternehmen im IGP profitieren können, die intern und mit ihren Kunden sowie Zentralen regelmäßig erhebliche Datenmengen über das Internet austauschen.

Förderbescheid Anfang 2017

„Breitbandausbau ist Zukunftssicherung“, erklärte Minister Willingmann bei der Übergabe des Förderbescheides. „Schnelles Internet ist ein Muss, gerade für die Wirtschaft. Wir fördern die digitale Infrastruktur in Gewerbegebieten, damit unsere Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben.“ Burg gehöre hierbei zu den Vorreitern im Land. Willingmann: „Die Stadt Burg, die Investitionsbank und der Burger Industrie- und Gewerbeverein haben für einen schnellen Start des Breitbandausbaus an einem Strang gezogen. Dadurch konnte der Förderantrag nur gut zwei Monate nach der Antragstellung bewilligt werden.“

Bereits Anfang 2017 erwartet Andrea Gottschalk von der Wirtschaftsförderung der Burger Stadtverwaltung einen weiteren Förderbescheid zur Internet-Erschließung im Burger Stadtgebiet.

Neben den Investitionen der privaten Netzbetreiber stehen in Sachsen-Anhalt zur Förderung des Breitbandausbaus mehr als 200 Millionen Euro zur Verfügung. Davon kommen 40 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), 70 Millionen Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sowie weitere rund 100 Millionen Euro aus dem Förderprogramm des Bundes, aus der Versteigerung der Rundfunkfrequenzen (Digitale Dividende II) sowie aus der GRW. Der Burger IGP ist das mit Abstand größte Industrie- und Gewerbegebiet im Jerichower Land. Seit 1991 haben sich hier rund 50 Firmen angesiedelt, für die über 2000 Frauen und Männer arbeiten. Über 400 Millionen Euro wurden bisher an der B 246 investiert.