Stadt Möckern hält daran fest, in fünf Jahren wieder ohne Neuverschuldung auszukommen

Schön gerechnet: Stadthaushalt 2013 dank Sondererlass noch einmal ausgeglichen

Von Stephen Zechendorf

Der Stadtrat von Möckern hat in seiner Sitzung am Donnerstag den Haushalt für das Jahr 2013 verabschiedet. Auch über das mit dem Haushaltsplan einhergehende Sparkonzept zur Haushaltskonsolidierung verständigten sich die Stadträte.

Möckern l Wohl zum vorerst letzten Mal hat die Stadt Möckern so etwas wie einen ausgeglichenen Haushalt hinbekommen. Allerdings gelang dies auch nur durch eine Sonderregelung des Landes-Innenministeriums, in dem den Kommunen mit Haushaltskonsolidierungskonzept ausnahmsweise und einmalig die Verrechnung des negativen Jahresergebnisses mit der Rücklage der Eröffnungsbilanz erlaubt wird. "Es ergibt sich somit ein Ausgleich für das Planjahr 2013", erläuterte Stadtbürgermeister Frank von Holly.

Finanzielles Defizit bleibt trotzdem

"Es entsteht trotzdem ein finanzielles Defizit, denn die Regelungen beinhalten keinerlei Beachtung etwa zu Tilgungen. Für die Folgejahre wird es für uns ungleich schwerer", führte der Stadtbürgermeister den Ratsleuten gegenüber weiterhin aus.

Um die anstehenden Investitionen zu finanzieren sind deshalb Neukredite in Höhe von 1,2 Millionen Euro veranschlagt worden. "Ob diese uns allerdings auch genehmigt werden, sei noch dahinzustellen", sagte Frank von Holly am Donnerstag im Stadthallenfoyer am Lochower Weg.

Festes Ziel: 2018 erstmals wieder ohne Neuverschuldung

Weiterhin gilt das im Haushaltskonsolidierungskonzept gesetzte Ziel, dass im Jahre 2018 erstmals wieder ein Jahreshaushalt ohne eine Neuverschuldung erarbeitet werden soll. Die Altschulden dürfte die Stadt dann aber immer noch vor sich herschieben. Die Fortführung des Konsolidierungsprogramm, nachdem die Stadt sich zu strengen Sparzwängen verpflichtet, wurde am Donnerstagabend mit einer Enthaltung beschlossen. Auf die Frage, wann mit einem Haushaltsplan für das Jahr 2014 zu rechnen sei, gab sich Frank von Holly vorsichtig zuversichtlich, dass mit den Vorbereitungen zum Jahreswechsel begonnen werden könnte. Ein Entwurf könnte den Stadträten dann im März vorgelegt werden.