Möser l Die Sekundarschule in Möser ist eine von nur wenigen Schulen in Sachsen-Anhalt, die sich an den Bundesjugendspielen beteiligen. Am Dienstag trafen sich die Klassen 5 und 6 im Waldstadion, um sich dem Leichtathletik-Wettbewerb der 17. Bundesjugendspiele zu stellen. „Dieses Sportereignis führen wir seit 2002 durch und es gehört zur Tradition der Schule“, erklärte Steffen Hartwig, Sportlehrer an der Sekundarschule Möser, der auch Fortbildner und Schulsportkoordinator für Sachsen-Anhalt ist.

Weitsprung und Weitwurf

Bei den Wettbewerben in unterschiedlichen Disziplinen verhält es sich anders als beim bekannten Sportfest der Bundesjugendspiele. „Spaß macht es allemal, weil es etwas anderes ist“ lautete der Kommentar eines Schülers dazu. So starteten die Schüler trotz der Hitze motiviert im 40-Meter-Hürdenlauf, im Weitsprung mit und ohne Federsprungbrett, im Fahrradmantelweitwurf und auch im Waldcross.

Jede erbrachte Leistung wurde anschließend in Punkte umgerechnet. 20 Prozent der teilnehmenden Schüler erhalten drei Punkte, 50 Prozent erhalten zwei Punkte und 30 Prozent einen Punkt. Die erreichten Punkte ergeben am Ende die Platzierung.

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Beim Wettbewerb im Möseraner Waldstation konnten 35 der 78 gestarteten Schüler mit Leistungen überzeugen, die mit der Ehrenurkunde des Bundespräsidenten ausgezeichnet werden. Weitere 30 Mädchen und Jungen werden mit der Siegerurkunde geehrt.

Hartwig begeistert vom Engagement

Steffen Hartwig zeigte sich im Anschluss an den diesjährigen Wettbewerb begeistert von den Leistungen seiner Schüler und ebenso vom Engagement der Eltern und des TSG Möser, die an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt waren.

Die Bundesjugendspiele gehen auf einen Beschluss der Kultusministerkonferenz zurück. „Dabei haben alle Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, Freude an der Bewegung und dem gemeinsamen Erleben zu erfahren, da mit einem differenzierten Angebot auch auf unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse eingegangen werden kann“, betonen die Minister in einer gemeinsamen Erklärung. Ausschlaggebend für das Gelingen seien „eine positive Einstellung der Schule und des gesamten Kollegiums zu regelmäßiger sportlicher Betätigung im Schullalltag sowie eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung.“

Bewegung wird gefördert

Die Sekundarschule Möser zählt zu den Schulen im Land, die Bewegung im Schulalltag fördern. Lehrer, Schüler und Eltern haben sich zum Ziel gesetzt, der Bewegungsarmut entgegen zu wirken. Hierfür wurde ein Konzept entwickelt, dass regelmäßig konkretisiert und ergänzt wird.

Mit einer Kleinfeldsportanlage mit vier Basketballständern, einer Tischtennisplatte, einer Volleyballanlage, Reifen als Kletterelementen und sogenannten Hüpfkästchen bietet die Schule jede Menge Möglichkeiten der sportlichen Betätigung. Darüber hinaus gibt es in den Pausen regelmäßige Sport- und Spielangebote. Auch im Unterricht wird mit Lockerungsübungen für Bewegung zwischendurch gesorgt.