Burg l Fast etwas versteckt nahe der Bundesstraße 1 zeigt eine Autoschlange von Firmenfahrzeugen, dass im Burger Südring 13 von morgens bis abends gebaut wird – und das seit knapp einem Jahr. Auf einer Gesamtfläche von rund 10 000 Quadratmetern, inklusive eines künftigen Grün- und Erholungsbereiches, entsteht am Stadtrand eine moderne Seniorenwohnanlage. Bauherr ist die Unternehmensgruppe Enke. Derzeit wird an dem Gebäude, das vormals auf 2000 Quadratmetern einen Supermarkt und Wohnungen beherbergte, kräftig Hand angelegt. Ein Teil des Hauses ist eingerüstet. Bis April kommenden Jahres sollen in dem Haus 41 Ein- und Zwei-Zimmer-Apartments errichtet werden, daneben ist ein Neubau mit Tagespflege, Physiotherapie, Küche, Café und Friseur sowie weiteren 19 Apartments geben. „Eine sportliche Aufgabe“, sagt Jeanett Enke. „Wir liegen gut im Plan und können jeden Tag den Fortschritt sehen. Alle ziehen an einem Strang.“

Die gelernte Krankenschwester ist Feuer und Flamme für das Projekt, dem sie den Namen „Wohnpark Gabrielenhof“ verliehen hat und mit einer persönlichen Erinnerung verbindet. Das Konzept fuße auf den Säulen Selbstständigkeit, Selbstbestimmung und gemeinschaftliches Miteinander und richte sich vorwiegend an Menschen, die ihren Alltag nicht mehr ganz allein bestreiten können, auch an einer schweren Erkrankung leiden und auf pflegerische und medizinische Hilfe angewiesen sind, darunter palliativ. „Ihnen soll im Alter ein größtmögliches Maß an Freiheit in einem lebenswerten Umfeld ermöglicht werden. Dazu gehört auch ein Hausnotruf“, erläutert Jeanett Enke. Dafür seien die jeweiligen barrierefreien Apartments unterschiedlichen Zuschnitts mit Balkon beziehungsweise Terrasse und Küchenzeile wie geschaffen. Auch ein stationärer Pflegedienst soll in den Wohnpark integriert werden. „Unser Ziel ist es, die Bewohner von vertrauten Personen umsorgen zu lassen, die Zeit für die Pflege haben und nicht unter Druck stehen.“

Wohlfühloase vorgesehen

Außerhalb der Wohnfläche ist eine Art grüne Wohlfühloase vorgesehen. „Dort legen wir einen kleinen See mit Terrasse an“, kündigt Enke an, die von diesem Rundum-Konzept, das Wohnen und Pflege einschließt, überzeugt ist. Schließlich gebe es sehr viele ältere Menschen, die bis zum Lebensende in einer vertrauten Umgebung und nicht allein wohnen möchten. Und grundsätzlich gebe es auch in Burg und Umgebung einen großen Bedarf an seniorengerechten Wohnungen.

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Diese Einschätzung teilt auch Clemens Engel (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses im Stadtrat. „Es ist gut, dass es in der Stadt einen qualitativ guten Mix an privatem und genossenschaftlichem Wohnungsbau gibt und dabei immer mehr an die ältere Generation gedacht wird.“ Für Burg-Süd sei die Investition auch ein Beweis, dass das Wohngebiet heute immer mehr an Attraktivität gewinne. Und zwar für Jung und Alt gleichermaßen.

Zurück zum aktuellen Bauprojekt: Während Ehemann Sandy und Bruder Patrick den Bauablauf koordinieren, kümmert sich Jeanett Enke bereits um die ersten Verträge mit Firmen aus der Region, die den Wohnpark nach der ersten Einweihung für die Menschen am Laufen halten. Ihr Fazit: „Es geht seht gut voran …“