Ostfriedhof

Sommerblumen von Gräbern in Burg gestohlen

Entsetzen bei Angehörigen in Burg: Von Gräbern auf dem Ostfriedhof wurden die Sommerbepflanzungen gestohlen.

Von Mario Kraus
Ein bepflanztes Grab auf dem Ostfriedhof.
Ein bepflanztes Grab auf dem Ostfriedhof. Foto: Mario Kraus

Burg - Werner Thuring traute seinen Augen nicht. Als er das Grab seines Schwagers auf dem Burger Ostfriedhof aufsuchen wollte, sah er eine Urnenreihe weiter eine „etwas zerwühlte Ruhestätte“. Der zweite Blick bestätigte den Verdacht, dass die Pflanzen wohl schnell herausgerissen wurden. Das war vor einigen Tagen. Den Friedhofsbesuch wird auch ein weiterer Volksstimme-Leser, dessen Name und Anschrift der Redaktion bekannt sind, so schnell nicht vergessen. Nachdem er eine Grabstelle liebevoll mit Sommerblühern bepflanzt hatte, war die Fläche einige Tage später bis auf die Umrandung leer. Möglicherweise sprießen die Geranien jetzt auf einem anderen Grab, könnte vermutet werden. „So etwas ist unfassbar und muss bestraft werden“, meint der Burger.

Auf Anzeigen oder Meldungen bei der Polizei haben beide Leser verzichtet. „Solche Handlungen sind schändlich“, sagt auch Wieland Günther von der Stadtverwaltung. „Es gibt allerdings momentan keine vermehrten Informationen, dass Pflanzen oder Blumen von Gräbern gestohlen werden.“ Das war vor einigen Jahren anders. Damals wurden die Stadt und auch Friedhofsgärtner André Burmester in den Sommerwochen der Wechselbepflanzung nahezu täglich mit Diebstählen konfrontiert. Täter konnten seinerzeit nicht ertappt werden.

Auch wenn sich der finanzielle Schaden in den meisten Fällen in Grenzen hält, rät die Stadt trotzdem, in solchen Fällen Anzeige bei der Polizei zu erstatten. „Natürlich haben die Friedhofsmitarbeiter die Fläche im Blick und würden auch verdächtige Personen ansprechen, aber das Areal ist mit seinen rund 14 Hektar auch sehr groß und nicht in jedem Winkel einsehbar“, so Pressesprecher Bernhard Ruth. „Wir sind aber sensibilisiert.“

Wenige Tage später fehlten  Sommerpflanzen.
Wenige Tage später fehlten Sommerpflanzen.
Foto: Mario Kraus