Detershagen l „Wir freuen uns, dass trotz der außergewöhnlichen Temperaturen so viele Einwohner in Feierlaune sind“, sagte Ralf-Peter Perner, Vorsitzender des Sport- und Heimatvereins Detershagen. Und wie 2018 gab es in dem kleinen Beeke-Dorf wieder vieles zu entdecken. So stellten sich die Mitglieder des TierAnker Magdeburg mit einem Informationsstand den Fragen der Gäste, die „Helfer auf vier Pfoten“ präsentierten ihre Arbeit und zeigten, wie man unbefangen mit den Fellnasen umgeht. „Die beiden Vereine sind hier im Ort regelmäßig zu Gast und fühlen sich bei uns wohl“, so Ortsbürgermeister Ingolf Meyer.

Besonderes Augenmerk legten die Detershagener in diesem Jahr auf ihren „Arbeitsmuskel“ – die freiwillige Feuerwehr. Ortswehrleiter Denny Rosadzinski warb für seine schlagkräftige Truppe mit einer kleinen Feuerlöschübung und einer sich anschließenden Technik-Schau. Mit dem Rauchdemonstrationshaus zeigten die Feuerwehrleute, wie sich Qualm ausbreitet und was man tun muss, um so schnell wie möglich die Gefahrenzone Haus zu verlassen. Das Simulationsobjekt sei normalerweise für die Brandschutzerziehung der Kinder und Jugendlichen gedacht, berichtete Rosadzinski, doch auch viele Erwachsene waren neugierig auf die Vorführung.

Wettkämpfe gab es im Luftgewehrschießen und zwischendurch tanzten sich zwei Paare des Tanzsportclubs Blau-Gold in die Herzen der Besucher. Gerade für die Kleinen entwickelte sich das Sommerfest zu einem Paradies, bei dem sie nach Lust und Laune tanzen, Eis essen und entdecken konnten. An einen Schmink-Treffpunkt war genau so gedacht wie an Oldtimer, auf denen die Kinder nach Herzenslust herum kletterten. „Vor ein paar Jahren noch sahen wir hier keine Kinder“, sagt Orts-Chef Meyer. Der Trend gehe hier im Dorf wieder hin zu Familien mit Kindern. „Die fühlen sich wohl und verjüngen unsere Gemeinschaft“, sagte Meyer – und das sichtlich stolz. Insgesamt seien die Detershagener breit aufgestellt, um solche Aktivitäten zu organisieren.

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Die Vorbereitungen zum Dorffest begannen schon vor Monaten. In einem Festkomitee mit acht Mitgliedern liefen die Fäden zusammen: Hier kümmerte man sich um die Organisation, schrieb oder telefonierte mit Firmen und Vereinen und betrieb unter den Anwohnern Werbung. „Ob Volkssolidarität, Feuerwehr oder unsere Sportler, wir haben das Fest zusammen auf die Beine gestellt“, so der Heimatvereinsvorsitzende Perner. „Feuerwehr und Sportverein haben die meiste Man-Power und bauten die Zelte und Buden auf und säuberten das Gelände und stellten die Torwand hin. Die anderen Vereine unterstützen alle, so wie können.“ Als die größte Hitze vorbei war, locke dann am Abend das Duo PhilMan, Norman Mücke und Phillip Walther, auf die Tanzfläche. Nach dem Fest sei vor dem Fest, so die Organisatoren um Ralf-Peter Perner, und nach der Sommerpause denke man dann schon wieder an das Sommerfest 2020.