Photovoltaikanlage

Sonne tanken wird in Schermen nahe der Autobahn 2 vielleicht bald verstärkt möglich sein

Ein ortsansässiger Investor plant in Schermen eine neue Photovoltaikanlage nahe der Bundesautobahn 2. Im Gespräch ist eine Fläche von rund 6,3 Hektar.

Von Anke Reppin
Eine Photovoltaikanlage in Schermen ist in diesem Gebiet, nahe der Autobahn 2 und der Bundesstraße 1 geplant. Foto: Anke Reppin

Schermen

Der Gemeinderat Möser soll die Aufstellung eines Bebauungsplanes „Photovoltaikanlage Schermen“ beschließen. Zuvor aber war der Ortschaftsrat Schermen angehört worden.

Gebiet der ehemaligen Sand- und Kiesgrube

Als es vor knapp einem Jahr um den Flächennutzungsplan der Gemeinde gegangen sei, habe es bereits geheißen, der Eigentümer der ehemaligen Sand- und Kiesgrube plane, hier eine Photovoltaikanlage zu errichten, sagte Schermens Ortsbürgermeister Marko Simon im Ortschaftsrat. Zuvor solle die Grube verfüllt werden. Ein bestimmter Anteil der Fläche müsse renaturiert, wieder aufgeforstet werden.

Die Rede ist von einer rund 6,3 Hektar großen Fläche nahe Bundesautobahn (BAB) und Bundesstraße 1. „An das Plangebiet grenzen im Norden die BAB 2, im Osten und Süden landwirtschaftlich genutzte Flächen, im Südosten das Wochenendhausgebiet Karlshof und im Westen Waldflächen“, heißt es in der Beschlussvorlage für den Gemeinderat Möser. Durch die Aufstellung eines Bebauungsplanes „sollen rechtsverbindliche Festsetzungen für eine städtebauliche Ordnung geschaffen werden, um Planungsrecht für die Errichtung einer Photovoltaikanlage zu schaffen“.

Ein solcher Bebauungsplan könne aktuell nicht aus dem Flächennutzungsplan der Gemeinde Möser entwickelt werden. Denn der vorgesehene Bereich sei zurzeit im Flächennutzungsplan noch als Fläche für Wald, für Landwirtschaft, Grünlandnutzung und für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft ausgewiesen. Insofern müsse der Flächennutzungsplan dahingehend geändert werden, dass hier eine Sonderbaufläche für Photovoltaikanlagen ausgewiesen werde, heißt es in der Beschlussvorlage für den Gemeinderat auch.

Wald sollte natürlicher Schallschutz bleiben

Marko Simon ist wichtig, dass ein Stück Wald in Richtung Bundesautobahn „als natürlicher Schallschutz“ und „grüner Gürtel“ erhalten bleibt. Zwar sei man jetzt noch nicht in der Phase, in der solche Dinge zu regeln seien, aber er wolle sich dazu noch einmal mit dem Investor der geplanten Photovoltaikanlage in Verbindung setzen. Das hatte der Ortsbürgermeister bereits im vergangenen Jahr einmal getan. Der Investor sei dem Anliegen gegenüber aufgeschlossen gewesen.

„Auch rot und schwarz können grüne Politik machen“, scherzte Marko Simon mit Blick auf die neue Photovoltaik-Anlage. Vielleicht, weil er ein SPD-Ortsbürgermeister ist und der Investor ein CDU-Mann...? Er sehe es schon vor sich, sagte Simon: An dem in der Nähe geplanten Autohof bei Schermen könnten die E-Fahrzeuge von links Strom der Photovoltaikanlage tanken und von rechts mit Windenergie betankt werden.

Ortschaftsrat Matthias Graner wollte gern wissen, ob der Gemeinde Möser und der Ortschaft Schermen durch die Photovoltaikanlage Einnahmen zufließen. Die Frage konnte im Ortsrat allerdings noch nicht beantwortet werden.

Ortschaftsräte stimmen Vorschlag zu

Aus seiner Sicht spreche nichts gegen die geplante Photovoltaikanlage, betonte Marko Simon. Das sahen auch die anderen Ortschaftsräte so und überwiesen die Vorlage einstimmig zur weiteren Beratung in Ausschuss und Gemeinderat.

Photovoltaikanlagen bestehen aus einer Vielzahl an Photovoltaik-Modulen. Die Module wiederum bestehen aus Photozellen beziehungsweise Solarzellen. Die Solarzellen wandeln - verkürzt ausgedrückt - das einfallende Sonnenlicht in elektrische Energie um.