Burg l Burgs größter Arbeitgeber – die Burger Küchenmöbel – können sich flächenmäßig um rund 20.000 Quadratmeter erweitern. Nach den Fachausschüssen hat auch der Burger Stadtrat mit einem entsprechenden Beschluss dem Vorhaben zugestimmt.

„Alles ist besser, als das, was dort steht“, sagt Martin Schockwitz, Technischer Leiter der Burger Küchen GmbH. Sein Satz bezieht sich auf die Fläche des alten, baufälligen Garagenhofes und ein angrenzendes Gelände, das bislang dem Abfalltourismus diente. Das Areal dümpelte vor sich hin und kann nun in das Betriebsgelände mit eingebunden werden – als Teil der weiteren Entwicklungsstrategie.

Gutes Signal für Standort

Dafür hat der Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung mit seinem Beschluss zur Änderung des Bebauungsplanes für das Gewerbegebiet an der Martin-Luther-Straße gesorgt. „Ein gutes Signal für unseren Standort und die Stadt“, sagt Schockwitz, der zugleich dankbar ist, dass Verwaltung und Räte die Entwicklung des Unternehmens seit der Wende immer gemeinsam vorangebracht haben. Immerhin ist das Unternehmen heute der fünftgrößte Küchenmöbelhersteller Deutschlands.

Auch Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) sieht mit dem Beschluss des Stadtrates einen weiteren Schritt, um die Zukunft von Küchenmöbel GmbH und Burger Möbelelemente zu sichern. „Daran haben wir alle ein großes Interesse.“

150 Mitarbeiterparkplätze

Konkret plant die Firma den Bau von 150 Mitarbeiterparkplätzen, 50 Aufliegerstellflächen und prüft den Bau einer Logistikhalle. Perspektivisch ist auch ein Schulungszentrum vorgesehen. Diese Investitionen seien wichtig, um im Wettbewerb Schritt halten zu können, so Schockwitz.

Unstrittig ist, dass das Unternehmensareal mit der geplanten Expansion weiter an die August-Bebel-Straße und die Wohnbebauung heranrückt. Allerdings würden alle notwendigen Lärmkontingente eingehalten und lägen unter den vorgeschriebenen Grenzwerten, hatte der beauftragte Planer den jeweiligen Ausschüssen erklärt. „Alle Untersuchungen, darunter schalltechnische Gutachten, haben ergeben, dass es zu keinen Beeinträchtigungen für die Anwohner kommt“, sagt Schockwitz. Die jeweiligen Emissionswerte würden eingehalten. „Daran sind wir als heimisches Unternehmen auch interessiert.“

Pflanzungen vorgesehen

Die geforderten Ausgleichspflanzungen sind im Beschlussvorschlag verankert worden. Dort heißt es: „Für die Errichtung der Mitarbeiterstellplätze soll festgesetzt werden, dass für je fünf Stellplätze ein einheimischer großkroniger Laubbaum mit einem Mindeststammumfang von zwölf Zentimetern zu pflanzen ist.“ Auch weitere Pflanzungen sind vorgesehen. Die geplante aktuelle Erweiterung ist das Ergebnis eines so genannten Masterplans, der alle sieben Jahre für das Unternehmen erarbeitet wird, so Schockwitz.

Burger Küchen wurde, nach der Verstaatlichung des Betriebes im Jahr 1947, zum Holzverarbeitungswerk Burg und ging 1990 in das Eigentum der Treuhandanstalt Berlin über. 1991 wurde die Burger Küchenmöbel GmbH von bau-for-mat Küchen GmbH & Co. KG übernommen. An den Standorten Burg und Löhne (Nordrhein-Westfalen) arbeiten rund 1000 Mitarbeiter, am Produktionsstandort Burg sind es um die 680. Die Mitarbeiter im Burger Hauptwerk stellen täglich 4500 bis 5000 Küchenschränke und Anbauteile her.