Gommern l  Die Umsetzung sollte über weitere Fahrzeuge und neue Standorte beim Rettungsdienst geschehen. So konnte der DRK-Regionalverband mit den Planungen für eine vollkommen neue Rettungswache in Gommern beginnen. Bisher kostete die Rettungswache jedoch nur wichtige Zeit. Sie liegt ungünstig, um in der vorgeschriebenen Hilfsfrist von zwölf Minuten einen möglichst großen Radius anfahren zu können. Deshalb einigten sich der Landkreis, die Stadt Gommern und der DRK-Regionalverband Magdeburg-Jerichower Land auf eine Verlegung der Rettungswache. Sie sollte raus aus der Stadt und an einen Standort mit einer besseren Verkehrsanbindung kommen. Schnell war ein passendes Grundstück gefunden, auf dem die neue Rettungswache entstehen kann. Immerhin wird genügend Fläche für die Sozial- und Lehrräume sowie für die notwendigen Stellplätze der Rettungsfahrzeuge benötigt.

Lehrräume spielen bei der geplanten neuen Rettungswache eine besondere und entscheidende Rolle, denn sie soll zugleich Lehrrettungswache werden und Standort für einen Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug sein. Damit wäre der Grundschutz gewährleistet und ein wichtiger Schritt für die Zukunft getan. Entstehen soll die neue Lehrrettungswache an der Karither Straße, Ecke Vehlitzer Straße. „Dann sind wir hinter den Gleisen“, meint DRK-Vorstand Frank Ruth.„Der Bauantrag für die neue Rettungswache in Gommern ist gestellt aber noch nicht genehmigt. Wir sind aber guter Dinge, denn das Bauordnungsamt des Landkreises unterstützt uns bei unserem Vorhaben sehr“, informiert Ruth und fügt an: „Hier war doch ein bisschen mehr zu beachten, als bei einem Wohnhaus. Wir lagern Medikamente und haben auch sonst andere Anforderungen an das Gebäude. Das alles musste bei den Planungen berücksichtigt werden.“

Flexible Containerlösung

Um die neue Lehr- und Rettungswache des DRK zu errichten, werden, anders als vorgesehen doch Steine, Mörtel und Maurer zum Einsatz kommen. Angedacht war, wie schon in Möser, auf eine flexible Containerlösung zu setzen.

„Wir mussten hier eine individuelle Lösung finden, damit wir im Baufeld bleiben. Da eine Typenbauweise nicht möglich war, bleib nur die konventionelle Bauweise“, erklärt Frank Ruth. Damit steigen allerdings auch die Kosten. Geplant waren bisher 250.000 Euro. Durch den konventionellen Bau, Stein auf Stein, wird das DRK rund 100.000 mehr investieren müssen.

Wichtig für das DRK ist aber die schnelle Fertigstellung. „Die Indienststellung ist für Mitte September anvisiert. Dann haben wir den letzten wichtigen Baustein gesetzt und der Idealzustand, wie ihn das Gutachten des Landkreises vorgibt, ist erreicht“, konstatiert Ruth. Rund 350 000 Euro sind also für die neue Rettungswache eingeplant. In dieser Summe enthalten ist bereits der Erwerb des Grundstückes. Entstehen wir die neue Lehrrettungswache auf zwei Etagen, die, die Ausbildung des neuen Berufes des Notfallsanitäters ermöglicht.

Eigener Schulungsraum

Der Beruf des Notfallsanitäters wird den Rettungssanitäter ablösen. Auf den Rettungsfahrzeugen werden in Zukunft nur noch Notfallsanitäter und Rettungsassistenten fahren.Die neuen Notfallsanitäter im Jerichower Land, deren Kompetenzen, im Gegensatz zu den Rettungsassistenten stark erweitert sind, kommen dann also zukünftig aus Gommern. Hier werden sie in dem eigens eingerichteten Schulungsraum der Lehrrettungswache theoretische und praktisch ausgebildet. Wenn, ja wenn, sich geeignete Auszubildende finden.