Burg l Der große Abwärtstrend in der Einwohnerentwicklung scheint für Burg gestoppt. „Die Kurve geht leicht nach oben, und das gibt uns Hoffnung für die kommenden Monate“, sagte Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) kürzlich bei der Einweihung der zusätzlichen Räume für die Parchauer Kita. Zwar stehen im Vergleich zu Ende 2018 bislang nur 22 Personen für die Stadt und Ortschaften im Plus, die Richtung stimme allerdings optimistisch. Auch dann noch, wenn wie üblich in den Herbst- und Wintermonaten die Sterberate wieder ansteigen werde.

Arbeitsplätze und attratives Umfeld

Wesentliche Eckpfeiler, um mehr Menschen für Burg zu begeistern, sind neben attraktiven Arbeitsplätzen und einem lebenswerten Umfeld auch höherwertige Wohnungen und Bauplätze. „Das zieht junge Familien an“, sagt beispielsweise der Niegripper Ortsbürgermeister Karl-Heinz Summa. Das Dorf hat die meisten Einwohner (1038) und ist wegen seiner Lage zwischen Wald, See und Kanal begehrt. In den kommenden Jahren werden zwei weitere Wohngebiete mit Häusern bebaut. „Dadurch werden wir deutlich an Einwohnern zulegen, was gut für die Kita, Schule und die Vereine ist“, freut sich Summa. Er ist froh, dass Stadt und Stadtrat dafür die planerischen Weichen gestellt haben. Auch in den anderen Ortschaften sind noch Bauplätze zu haben. Parchau hat beispielsweise auch ein Gebiet zur Verfügung gestellt. „Wenn einer den Anfang macht, geht es meistens zügig voran“, sagt Ortschef Lutz Wernecke, dessen Gemeinde sich einwohnermäßig ebenfalls auf dem aufsteigenden Ast befindet.

Die anderen Ortschaften können mit geringen Schwankungen ebenfalls auf eine stabile Bevölkerungsentwicklung verweisen. „Dazu hat auch das rege Vereinsleben beigetragen, das sich in den vergangenen Jahren immer mehr entwickelt und stabilisiert hat“, sagt Stadt-Pressesprecher Bernhard Ruth. Er geht auch davon aus, dass sich die Einwohnerzahl mit den Baugebieten Rolandplatz, Martin-Luther-Straße oder Karl-Marx-Straße in der Kernstadt erhöhen wird.

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