Lübars l „Es ist unglaublich. Damit hatte ich nicht gerechnet. Seitdem der Beitrag in der Volksstimme stand, wird uns Unterstützung von vielen Seiten angeboten.“ Die Mutter des kleinen, schwerkranken Felix, Jessica Oschatz aus Lübars ist tief bewegt. „Die ersten Tage waren der Wahnsinn. Dafür möchte ich mich auch auf diesem Weg noch einmal bei allen ganz herzlich bedanken Und die finanzielle, materielle und moralische Unterstützung kam aus der ganzen Welt.

„Eine Frau aus Halle, deren Kind an dem gleichem Gen-Defekt leidet, hat mich über Facebook gefunden und schriftlich mit mir Kontakt aufgenommen“, berichtet Jessica Oschatz.

In dieser Facebook-Gruppe hat auch eine betroffene Frau aus Amerika Kontakt mit der Lübarserin aufgenommen. „Wir suchen noch weitere Leute, die sich dieser Gruppe anschließen“, erklärt Nachbarin Jana Strehlau, die der Mama und ihren Kindern stets zur Seite steht.

Anonyme Spende

Aus Gommern kam ein anonymer Brief mit einer Spende. Jessica Oschatz: „Darauf standen nur mein Name und Lübars. Ist trotzdem angekommen“, so die junge Frau. In Möckern wurde die beste Freundin von Jessica Oschatz, Anita Höckendorff, angesprochen, wie man doch helfen könne.

Im „Hofladen“ in Lübars, in dem eine Spendenbox für Felix steht, wurde ebenfalls nachgefragt. Auch in Loburg und in Möckern stehen Sammelbüchsen für den schwerkranken Jungen.

Eine Apotheke in Möckern hat die Mutter beim Kauf eines Medikamentes finanziell entlastet. Jessica Oschatz: „Ich wurde auch gefragt, ob ich Unterstützung für meine beiden anderen Kinder annehmen möchte, um ihnen eine Freude zu bereiten.“ Dazu kamen Sachspenden wie beispielsweise Windeln für Felix.

38 Spenden auf das Sparbuch

Jessica Oschatz zählte 93 Beteiligte in der Internetspendenliste und 38 mit Spenden auf das Sparbuch des Jungen. „Die Spenden lagen zwischen drei und 500 Euro. Durchschnittlich haben die Spender 20 bis 25 Euro überwiesen. Ein Anwalt aus Burg hat 500 Euro gespendet“, so Jessica Oschatz. Jana Strehlau ergänzt: „Im ,Hofladen’ in Lübars sind schon rund 1000 Euro zusammengekommen.“

Ihre Hilfe angeboten haben auch Heilpraktikerinnen. Jessica Oschatz: „Ein Angebot werde ich mir anhören und dann entscheiden. Für meinen Felix dürfen keine weiteren Strapazen entstehen.“

Felix ging es zwischenzeitlich etwas schlechter. Er hat sich aber wieder gefangen. Wer weiter helfen möchte, kann dies gerne tun. Auf der Web-Seite „www.leetchi.com/c/soziales-von-das-besondere-kind-felix“ findet man auch ein Spendenkonto.