Burg l Herbert und Christine Hackenberg aus Berlin hat es zum ersten Mal nach Burg verschlagen, „um die Stadt etwas kennenzulernen“. In der Tourist-Information im Bahnhofsgebäude fühlt sich das Ehepaar gut aufgehoben, um einen ersten Überblick über die 1070-jährige Stadt zu bekommen. Hier gibt es nicht nur Informationsmaterial, sondern auch eine fachkundige Beratung rund um einen Kurzbesuch. Schnell hat Maximilian Steib einige Faltblätter zur Hand, um den Berliner Gästen einen prägnanten Überblick zu verschaffen. Wenig später fest: Auch das Wasserstraßenkreuz bei Hohenwarthe soll auch noch Ziel eines Ausfluges sein.

Erste Adresse

Solche Gespräche führt Steib mit seinen Mitarbeitern täglich. „Wir wollen hier die erste Adresse für Besucher sein. Das macht schon deshalb Sinn, weil die Leute hier auch einen ersten Eindruck gewinnen. Und der muss stimmen.“ Das sei vor allem auch nach der Laga-Zeit wichtig, in der die Parkanlagen nicht mehr selbstverständlich der Anlaufpunkt sein werden. Deshalb liege der Schwerpunkt neben der Zimmervermittlung bei Stadt-, Themen- und Erlebnisführungen für Einzelpersonen und auch Gruppen. Und das nicht ohne Grund: „Die Besucher haben ein unwahrscheinlich großes Interesse daran, die Altstadt zu erkunden. Die Resonanz auf unsere Angebote und auch die des Heimatvereins beispielsweise war enorm. Hier müssen wir ansetzen“, sagt Steib.

Angebotspakete

Deshalb würden jetzt mit Hochdruck entsprechende Führungen geschnürt. Ob die klassische Stadtführung, der kostümierte Nachtwächterrundgang, ein Spaziergang mit dem Trommler von Burg oder Kutsch- und Kremserfahrten – all dies wird jetzt als Angebotspaket zusammengeschnürt und soll Einwohner der Stadt und Tagestouristen ansprechen. Darüber hinaus sind Veranstaltungen im Rahmen der Gartenträume, der Straße der Romanik, Salzigen Tour und über das Blaue Band in Vorbereitung. Steib ist felsenfest überzeugt: „Wir vermarkten Burg so gut es geht.“ Und das auch professionell über den weiteren Ausbau der Internet-Plattform, Facebook und Kooperationen mit anderen Tourist-Informationen und Gastgeberstammtischen. Diese Zielrichtung unterstützt auch Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD): „Die Laga war vielfach ein Selbstläufer. Jetzt müssen wir aktiv am Ball bleiben und dafür auch moderne Medien nutzen. Dafür haben wir ein engagiertes Team in der Tourist-Info.“

Intensive Vermarktung

Die sechs Monate Gartenschau seien für die Tourist-Information „ein großer Erfolg gewesen“, resümiert Steib. „Die Angebote an Führungen wurden 476 Mal gebucht und von 10.000 Menschen wahrgenommen.“ Allein die Internetseite der Tourist-Info sei seit der Freischaltung im Juni knapp 30.000 Mal aufgerufen worden – und dabei ist die Seite „Sehenswertes“ der Spitzenreiter unter den Klicks. „Daraus schließen wir, dass die Besonderheiten von Burg noch intensiver vermarktet werden müssen“, bestätigt Maximilian Steib. Er hat bereits die Bundesgartenschau in Brandenburg mit betreut und touristische Erfahrungen gesammelt. Den vielfach diskutierten Standort am Bahnhof bezeichnet er als „optimal für Zugreisende, Auto- und Radfahrer“.

Alles rund um die zu Ende gegangene Landesgartenschau in Burg gibt es in einem Dossier.