Ziegelsdorf l Mit gewohntem Elan starteten Torsten Wambach, Joachim Schulz und Birgit Blumhagel vom Heimatverein Grabow mit einem offenen Telegraphentag in die Saison 2018.

2017 konnten an der Telegraphenstation in Ziegelsdorf 141 Besucher gezählt werden. „Es war ein wettermäßig etwas schwächeres Jahr“, bilanzierte Torsten Wambach. Insgesamt konnten damit seit der feierlichen Einweihung im Jahr 2011 rund 1600 Gäste begrüßt werden.

Alles lief nach Plan

Der voll funktionsfähige, neun Meter hohe Signalmast wurde vor sieben Jahren an einem Freitag, dem 13., aufgestellt. Torsten Wambach: „Allem Aberglauben zum Trotz lief damals alles nach Plan. Der Mast wurde vollmontiert aufgestellt und trotzt seitdem Wind und Wetter.“ Größere Reparaturen seien bis jetzt nicht erforderlich gewesen. „Selbst der Wartungsaufwand blieb überschaubar. Der Schlosserei in Grabow, die seinerzeit den Mast angefertigt hat, sind wir für die gute Qualität sehr dankbar, weil uns so Ärger und Folgekosten erspart bleiben. Und das Schönste ist, dass wir uns auch im achten Jahr wieder über zahlreiche Besucher freuen können.“

Bilder

Bei den offenen Telegraphentagen, die jeweils von April bis Oktober, immer am zweiten Sonntag im Monat, stattfinden, werden Führungen an der Telegraphenstation angeboten. Außerdem können die Besucher selbst optische Telegraphenzeichen mit Hilfe des historischen Codebuches einstellen.

Am 13. Juni erfolgt auf der Landesgartenschau in Burg eine Präsentation der Telegraphenstation im Rahmen der Vorstellung der Stadt Möckern. Drei Tage später, am 16. Juni, ist der Heimatverein Grabow mit der Telegraphenstation beim Ehlefest in Biederitz mit einem Präsentationsstand vertreten.

Beim Tag des offenen Denkmals im September werden die Führungen für die Besucher in diesem Jahr bereits um 11 Uhr statt bisher um 14 Uhr beginnen.

Sehen und Erleben

Auch im Pavillon des Landkreises Jerichower Land auf der Landesgartenschau in Burg gibt es Interessantes zur optischen Telegraphie zu sehen und zu erleben. Torsten Wambach: „Man kann dort den Telegraphenradweg auf dem Fahrrad absolvieren. Die Fahrzeit beträgt etwa sechs Minuten.“ Außerdem sind die vier Telegraphenstationen im Landkreis virtuell zu sehen.

Die Telegraphenstation Nummer 11 in Ziegelsdorf war eine von 62 Stationen der Königlich-preußischen optischen Telegraphenlinie Berlin – Koblenz. Weitere ehemalige Telegraphenstationen des Landkreises befinden sich in Dretzel (Nummer 10), in Schermen (Nummer 12) sowie in Biederitz (Nummer 13).