Gütter l Zum vierten Mal organisierten die Einwohner von Gütter ihren Mitmacht-Trödelmarkt.

Rund 2000 Besucher flanierten am Sonntag auf der Rundstrecke in der Ortsmitte des kleinsten Burger Ortsteils. Am Trödelmarkt beteiligten sich wieder etliche Einwohner und zahlreiche externe Trödler. „Was uns freut“, so Marcus Krugel, Mitglied des Organisationsteams, „ist, dass immer mehr Trödler von auswärts zu uns stoßen.“

Trödeln mit Herz

Gütter habe sich weit über Trödlerkreise hinaus einen Namen gemacht, Gütter stehe für eine nette Atmosphäre und „Trödeln mit Herz.“

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Vor ihren Grundstücken hatten Anwohner wieder Tapeziertische und Klappstühle aufgebaut, die unter dem vielen Tand und Krempel fast zu bersten drohten. Was sich auf Dachböden, in Scheunen oder in Ecken von Schränken noch Brauchbares ansammelt - in Gütter konnten es Interessierte erwerben.

Geräte aus DDR funktionieren noch

Ingrid Wernicke aus Burg staunte über prächtige Sektkelche, antike Bücher, Kinderkleidung und Elektrogeräte aus DDR-Zeiten: „Die funktionieren immer noch, auch nach Jahrzehnten.“

Das Trödel-Volksfest bot auch für Familien mit Kindern zahlreiche Attraktionen, wie Feuerwehrwettkämpfe der Jugendfeuerwehren Schartau und Niegripp, Kinderschminken mit Dagmar Schmitt sowie eine Hüpfburg und Eis in vielen Variationen.

Spaß mit Herz und Huf

Mit den Ponys vom Freizeit-Reiterhof „Herz und Huf werden eins“ aus Parey ritt Oskar aus Magdeburg mehrere Runden: „Hier gefällt es mir, und gleich schlecke ich noch ein Eis“, so der kleine Pferdenarr.

Viele Gäste kamen am Sonntag von weiter her: aus Drewitz, Magdeburg oder Genthin. Familie Böttcher aus Wüstenjerichow wurde durch „Mundpropaganda“ auf die Veranstaltung aufmerksam: „Wir hätten nicht gedacht, dass es so voll ist, doch was wir hier sehen, begeistert uns.“

Jugendliche bieten eigene Limo an

Den Kampf gegen den Durst der Trödelgäste bestritten die Jugendlichen um Rebecca und Richard Krugel. Sie boten selbstgemachte Limonade an. „Wir haben alles in Eigenregie organisiert und auch kalkuliert“, erklärt Rebecca Krugel stolz. Der Ansturm auf die Zitronenlimonade hielt den ganzen Tag an. Ein vielfältiges Angebot an Kuchen lud die Gäste dazu ein, einfach mal zu verweilen und sich ganz der Faszination des Markttreibens hinzugeben. Kuchenspenden wurden als Standgeld für den Trödel verwendet und der Erlös kommt dem Projekt „Schlauchturmsanierung“ zugute.

Der alte Feuerwehrschlauchturm von Gütter soll erhalten werden. Dieser ist im Fachwerk-Stil errichtet und prägt das Ortsbild. Die Jahre sind auch an dem Turm nicht spurlos vorübergegangen, eine Sanierung ist überfällig.

1700 Euro durch Kuchenspenden

Bisher habe man durch die Kuchenspenden rund 1700 Euro erwirtschaftet, so Krugel, und er verweist darauf, dass sich vor kurzem ein Handwerker gemeldet hat, der den Turm zum großen Teil mit Eigenmitteln sanieren will.

Auch über Fördermöglichkeiten denken die Organisatoren des Mitmach-Trödels nach.

Anbieter und gute Stimmung bringen Erfolg

In Gütter zeigte sich wieder, dass viele Anbieter und eine angenehme Stimmung Garanten für zahlreiche und gut gelaunte Gäste sind.

Krugel zieht folgende Bilanz: „Wir sehen uns mit dem Mitmach-Trödel weiterhin auf Erfolgskurs. Die Stimmung war prima, die Gäste zahlreich. Und die Anwohner sind engagiert.“ Das sei natürlich vom Wetter abhängig, so Krugel, der schöne Spätsommertag trug viel zum Erfolg der mittlerweile traditionellen Veranstaltung bei.