Gommern l „Es ist eine schöne Mischung zwischen Aufregung, macht man’s, macht man’s nicht und Lampenfieber – und man fühlt sich natürlich auch gebauchpinselt“, beschreibt Michael Horn seine Gefühlslage, als es zu einer ersten Kontaktaufnahme zwischen ihm und dem Fernsehsender Kabel Eins kam. Michael Horn betreibt das Volkshaus in Gommern, das seit Jahrzehnten in und um Gommern einen guten Ruf genießt.

Koch war sehr aufgeregt

„Als noch nicht hundertprozentig klar war, ob wir Teil der Sendung werden würden oder nicht, war es schon ziemlich aufregend für uns, überhaupt in der Auswahl zu sein – aber nachdem wir die Zusage hatten, steigerte sich die Aufregung natürlich enorm“, sagt er und lacht. Nach ersten Gesprächen im Januar und einem Probedreh war schnell klar, dass das Volks-haus Teil der Sendung „Mein Lokal – Dein Lokal“ sein würde. Das Volkshaus, Michael Horn und sein Team werden bald über die Grenzen Gommerns hinaus einem breiten Publikum in ganz Deutschland bekannt sein.

„Als Gastronom kennt man natürlich die Sendung. Gerade als Koch kann man daraus viel mitnehmen. Ich schau mir da gern mal was ab, nehme neue Ideen auf, koche einige Sachen nach. Dass wir jetzt selbst daran teilnehmen, ist eine tolle Sache“, freut sich der gelernte Koch.

Vier Lokale treten an

In der Sendung, die ab Montag, 27. April, täglich bis zum Donnerstag, 30. April, um 17.55 Uhr ausgestrahlt wird, tritt das Volkshaus gegen drei weitere Lokale an: Culinaria aus Magdeburg, Schloss Hundisburg und Domkönig Magdeburg. Die einzelnen Lokale werden vorgestellt und bekochen sich gegenseitig mit einem Testessen, um herauszufinden: „Wo schmeckt’s am besten“ – so der Untertitel von „Mein Lokal – Dein Lokal“. Das Volkshaus ist voraussichtlich am 28. April zu sehen.

Obwohl der Dreh schon längst beendet und „Mein Lokal – Dein Lokal“ im Kasten ist, weiß Michael Horn nicht, wie das Volkshaus abgeschnitten hat. „Das ist alles streng geheim. Ich musste alleine in einen separaten Raum, um meine Bewertung für die anderen Teilnehmer abzugeben“, erklärt er das Prozedere.

Um die Vertreter der anderen Lokale zu überzeugen, konnte das Volkshaus auf sein jahrelang erprobtes Konzept der guten Deutschen Küche zurückgreifen. „Eine direkte Spezialität haben wir nicht, aber wir versuchen natürlich immer, an der Karte und den Gerichten zu feilen. Wir kochen das, was uns Spaß macht, worauf wir Lust haben. Und wir merken uns natürlich auch, was bei den Gästen ankommt und was nicht so gut. Das alles hat Einfluss auf unser Angebot. So versuchen wir, alle viertel Jahre das ein oder andere neue Gericht anzubieten“, beschreibt Michael Horn das Speisenkonzept des Volkshauses. „Und wir legen großen Wert auf lokale und regionale Zutaten, was allerdings bei der Menge, die wir benötigen, nicht immer einhundert prozentig funktioniert.“ Ob und wie das Volkshaus letztlich die anderen Lokale von sich überzeugen konnte, darauf ist Michael Horn schon gespannt. „Man hofft natürlich, dass man so gut wie möglich rüberkommt. So etwas, wie die Teilnahme an der Sendung, passiert einem nur einmal im Leben. Es ist eine große Chance, eine riesige Werbung“, ist er sich bewusst.

Der Dreh war aufregend. Von morgens um 9 bis abends 24 Uhr war das Drehteam vor Ort, hat dem Team des Volkshauses bei allem auf die Finger geschaut, ließ einige Dinge mehrfach wiederholen, eh alles im Kasten war. „Es ist schon zeitaufwändig, ganz anders, als wenn man für ‚normale‘ Gäste kochen würde - dazu kommt noch ein gewisser Grad an Aufregung“, erzählt Michael Horn vom Drehtag im Volkshaus.

„Sobald die Kamera läuft, verhaspelt man sich auch mal, überlegt, ob man gerade das richtige gesagt hat - kam es so rüber, wie man es gemeint hat? Ich weiß ehrlich nicht, wie ich rüberkommen werde, da sie uns nichts von den Aufnahmen gezeigt haben. Ich bin jetzt auch nicht der großer Entertainer“, lacht Michael Horn. „Das macht es natürlich spannend - was zeigen sie, was lassen sie raus.“

Spannend war für Michael Horn im Rahmen der Sendung auch der Besuch und die Bewertung der anderen Lokale. „Es war eine wirklich schöne Woche. Wir haben alle immer noch Kontakt zueinander und werden das auch beibehalten. Ich konnte viel für mich und das Volkshaus mitnehmen und lernen“, schwärmt er. „Die Hinweise der anderen zum eigenen Essen, helfen auch ungemein.“

Bezogen auf die derzeitige Corona-bedingte Schließung des Volkshauses, hofft Michael Horn, „dass die Sendung - in der das Volkshaus hoffentlich gut rüberkommen wird - den Leuten noch lange in Erinnerung bleiben wird und sie uns, sobald die Maßnahmen gelockert werden, besuchen kommen.“