Burg l Im Prozess wegen einer Gruppenvergewaltigung an einem 18-jährigen Jugendlichen in Burg hat das Stendaler Landgericht am Freitag alle drei Angeklagten im Alter zwischen 17 und 20 Jahren für schuldig gesprochen. Die beiden Haupttäter Ogur P. und Ismail A. sind nach Angaben von Landgerichtssprecher Michael Steenbuck zu viereinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt worden. Der jüngste des Trios erhielt eine zweijährige Haftstrafe, die aber auf Bewährung ausgesetz wird. Gegen das Urteil kann noch Revision am Bundesgerichtshof eingelegt werden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten einen heute 18-Jährigen an zwei Tagen im November 2018 und im Frühjahr 2019 vergewaltigt, gefoltert und mit dem Tode bedroht haben. Das Opfer sollte laut Anklage für Schutzgelderpressungen gefügig gemacht werden. Im Keller von Ogur P. sollen die drei jungen Männer das Opfer aufgefordert haben, sich „von seiner Familie zu verabschieden“. Sie filmten dies mit einem Handy. Dann habe der 20-Jährige zur Einschüchterung eine Motorsäge in der Nähe des Halses bewegt.