Sanierung

Vehlitz: Zeit und Kosten im Plan

Ob fehlender Putz oder Loch im Fußbodenbelag: Überraschende Entdeckungen gab es auch bei der Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Vehlitz mehr als eine, dennoch liegen die Arbeiten im Plan.

Von Manuela Langner
Der Einbau des Treppenlifts sollte innerhalb eines Tages geschafft sein. Die Anlage wurde speziell für die Vehlitzer Treppe angerfetigt.
Der Einbau des Treppenlifts sollte innerhalb eines Tages geschafft sein. Die Anlage wurde speziell für die Vehlitzer Treppe angerfetigt. Foto: Mauela Langner

Vehlitz - Per Knopfdruck in die erste Etage. Der neue Treppenlift im Dorfgemeinschaftshaus Vehlitz macht es künftig möglich. Auch wer nicht gut zu Fuß ist, kann alle Veranstaltungen erreichen. Der Einbau des Treppenlifts ist ein Bestandteil der Sanierungsarbeiten. Dank einer Rampe vor dem Eingang kommen Rollatoren-Fahrer zudem besser in das Gebäude hinein.

Noch ist an Veranstaltungen nicht zu denken, noch haben die Handwerker im Dorfgemeinschaftshaus das Sagen. So entsteht in einem Nebenraum der Küche ein zweites WC. Bislang gab es auf der Etage nur eine Toilette. Das ist für Veranstaltungen recht wenig.

Der Wasseranschluss für die Küche wurde verändert. In Zukunft sollte ein Einfrieren auch bei minus 20 Grad Celsius ausgeschlossen sein. Ab- und Aufbau der Küchenmöbel, wo nötig, erledigte Ortsbürgermeister Hartmut Specht selber. Ihm ist es wichtig, bei jeder Bauberatung dabei zu sein. Sein Ziel ist es, gemeinsam mit den Handwerkern immer die beste Variante für das Haus und seine Nutzer zu finden. Das funktioniert bislang ziemlich gut, denn nicht nur ist der Ortsbürgermeister mit den Lösungen zufrieden, die Baustelle liegt auch bei Dauer und Kosten weiterhin im Plan.

Obwohl, wie das bei größeren Bauvorhaben so üblich ist, bislang einige Überraschungen aufgetreten sind. Beim Bau der Rampe im Eingangsbereich fanden sich Leitungen, mit denen niemand etwas anzufangen wusste.

Und nicht nur da. Mehr als einmal waren in Flur oder Zimmer neue Kabel verlegt und die alten Leitungen daneben belassen worden. Jetzt musste sortiert werden, welches Kabel wozu gehört.

Beim Abriss des Ofens in dem Raum mit Zugang zur Küche traten größere Lücken im Fußbodenbelag auf, als vor Baubeginn zu erkennen gewesen war. Die Abmaße des Vorgänger-Ofens bildeten sich als Aussparungen ab.

Eines der zentralen Anliegen von Hartmut Specht war es, dass die Steigleitungen immer am Rande und nicht mitten in den Zimmern nach oben gelegt wurden. „Das wären ewige Stolperkanten gewesen.“

Das Büro des Ortsbürgermeisters ist derzeit Abstellraum. Dort wurden alle Bücher und sämtliches Glas und Porzellan aus den Schrankwänden untergebracht. Petra Böttge hatte die Sachen umgeräumt. Ihr obliegt nach Ende der Sanierungsarbeiten auch die große Aufgabe, sämtliche Räume zu reinigen.

Wenn es soweit ist, werden sich die Mitglieder des Ortschaftsrates treffen und gemeinsam entscheiden, wo welche Möbel wieder aufgestellt werden. Die Stühle wurden nach oben in die zweite Etage geschafft. Beim Räumen hatte Hartmut Specht tatkräftige Unterstützung durch Holger Hartmann. Auf dem Flur und im Wintergarten wurden die Schränke abgestellt. Genügend Platz zum Einbau der Heizkörper hatten die Handwerker trotzdem.

Heizkörper im Wintergarten bedeuten nicht, dass in der kalten Jahreszeit die Thermostate voll aufgedreht werden. „Nur verschlagen soll es hier sein.“

Die moderne Heizung ist das Herzstück der Sanierung. Bislang wurden die wichtigsten Räume des Hauses bei Veranstaltungen in der kalten Jahreszeit mit Nachtspeicheröfen beheizt - mit entsprechend großem Aufwand. Dass nun alle Räume beheizt werden können, ist ein deutlicher Fortschritt.

Die Wegnahme der Öfen bedeutet eine Erneuerung der Fußböden und Wände in den betreffenden Räumen. Die Farbgestaltung wird aufeinander abgestimmt. Die Räume faszinieren durch den vorhandenen Stuck und die hohen Originaltüren.

Läuft weiterhin alles weitgehend nach Plan (und lässt es Corona zu), dann können sich die Vehlitzer im Oktober von der Sanierung ihres Dorfgemeinschaftshauses bei der Feier des Erntedankfestes selbst ein Bild machen. Den Seniorenbeirat der Einheitsgemeinde möchte Hartmut Specht ebenfalls wieder nach Vehlitz einladen. Auf der letzten Sitzung war ein Handlauf für das bessere Treppensteigen angeregt worden. Mit dem Treppenlift geht es noch ein bisschen einfacher hoch oder runter.