Burg l Im Februar 2019 gab es noch große Pläne für einen anderen Weihnachtsmarkt unter neuer Regie. Am ersten Adventswochenende sollte er in den Ihlegärten zwischen Breitem Weg und Hainstraße stattfinden. Doch nun wird es gar keinen Weihnachtsmarkt mit städtischer Unterstützung 2019 geben. Das erklärte Alexander Tippelt, Sachgebietsleiter Kultur in der Stadtverwaltung, während der Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses.

Vorlauf zu gering

Anfang des Jahres hatte sich die Stadt von dem Magdeburger Veranstalter getrennt, mit dem ein Vertrag von 2016 bis zum vergangenen Jahr bestanden hatte. Nach viel Kritik an der Art des Weihnachtsmarktes hatte der Stadtrat einer Vertragsverlängerung nicht zugestimmt und die Verwaltung damit beauftragt, einen neuen Veranstalter zu finden. Das schien von Anfang an ein schwieriges Unterfangen, seien doch ein bis eineinhalb Jahre Vorlaufzeit bei dieser Art von Veranstaltungen üblich, wie Tippelt im Gespräch mit der Volksstimme sagte.

Schließlich gelang es, einen Veranstalter aus Brandenburg an Land zu ziehen. Doch die beiderseitigen Erwartungen wurden nicht erfüllt. „Es ist nicht gelungen, Künstler zu finden, und so entsprach das Ergebnis nicht den Vorstellungen der Agentur, schon gar nicht unseren und sie hat den Auftrag wieder zurückgegeben“, schilderte Tippelt.

Kein Lückenfüller

„Wir fangen eigentlich schon im Sommer vor dem übernächsten Weihnachten mit der Planung an“, erklärte André Hohenstein, Prokurist der Agentur „Zeitreise“ aus Brandenburg an der Havel, gegenüber der Volksstimme. Anfang des Jahres habe man nur noch die Chance, Lückenfüller zu bekommen. Ziel sei aber gewesen, eine wirklich gute Veranstaltung auf die Beine zu stellen, was für 2019 nicht mehr möglich gewesen sei. „Wir sind in Gesprächen über das kommende Jahr“, sagte er. „Zeitreise“ kennt sich durchaus mit vorweihnachtlichen Veranstaltungen aus, so gehört der Wintermarkt in Brandenburg an der Havel zu den Höhepunkten im Veranstaltungskalender.

Doch auch in Burg wird „Zeitreise“ in diesem Jahr mit einer Veranstaltung präsent sein. Sie bietet am 26. Oktober im Goethepark unter dem Motto „Spuk im Park“ schaurig-schöne Geisterstunden. Dafür sei die Anfrage auch etwas kurzfristig gewesen, aber durch gute Kontakte habe sich die Veranstaltung organisieren lassen.

Glühweinnacht auf der Kippe

Bei der Ausschusssitzung warb Tippelt dafür, dass wenigstens die Glühweinnacht veranstaltet werden kann. Dafür würde die Stadt auch Unterstützung zur Verfügung stellen, damit die Händler nicht allein stünden. Doch Stand Dienstag scheint auch die Glühweinnacht arg gefährdet. „Das Geschäftsstraßenmanagement hat bereits signalisiert, dass es keine Kapazitäten hat, die Nacht zu organisieren“, erklärte Tippelt. In den vergangenen Jahren fand sie am ersten Adventssonnabend statt.

So liegt es bislang am Heimatverein und dem Wasserturmverein, für weihnachtliche Stimmung zu sorgen. Am dritten Advent werden sie ihren Weihnachtsmarkt am Turm und in der Historischen Gerberei veranstalten. Vielleicht doch noch mit der Glühweinnacht zusammen. Bis zum dritten Advent sind es noch genau sieben Monate oder auch 214 Tage.