Gommern l Kein Sommfest, nur die Mitgliederversammlung unter Beachtung der Hygienebestimmungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie veranstaltete die Wohnungsgenossenschaft Glückauf in diesem Jahr. Auch während des Lockdowns im Frühjahr war die Geschäftsstelle geöffnet, wurden Lösungen gefunden, wenn sich die Mieter mit Problemen an ihre Genossenschaft wandten. „Dafür gebührt unseren Mitarbeitern und den Firmen, mit denen wir zusammenarbeiten, Dank“, sagte Glückauf-Geschäftsführer Ingo Ludwig im Volksstimme-Gespräch.

Ganz aktuell sei die Wohnungsgenossenschaft auf die Kooperation ihrer Mieter angewiesen. Im Oktober sollen in allen Wohnungen die Rauchwarnmelder getauscht werden. Eigentlich sollten die Geräte noch zwei Jahre lang funktionieren. Da sich die Probleme zuletzt häuften, will Glückauf durchgreifen und in kurzer Zeit alle Rauchwarnmelder durch neue ersetzen. „Unser Ziel ist es, Fehlalarme zu vermeiden.“

Sanierung der Balkone abgeschlossen

Rund eine Million Euro investierte die Genossenschaft im vergangenen Jahr unter anderem in die Instandhaltung. Das Projekt Völkerfreundschaft konnte mit der Sanierung der Balkone der Aufgänge 36 bis 40 abgeschlossen werden. Außerdem wurden Strangsanierungen durchgeführt und am Holländer ein neues Müllcenter aufgestellt.

Mit dem Neubau in der Großen Gartenstraße schloss Glückauf im November 2019 (Haus 14) und Februar 2020 (Haus 13) eines der größten Projekte der vergangenen Jahre ab - mit Erfolg, denn beide Häuser sind komplett vermietet.

Anforderungen an Mieter steigen

Zur Mitgliederversammlung musste Ingo Ludwig die 82 Teilnehmer allerdings auch informieren, dass bei den Mietforderungen ein weiterer Anstieg zu verzeichnen ist. Die Genossenschaft verfolge diese konsequent unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften. Mit Mietern, die ihre Zahlungen nicht leisten, sucht die Genossenschaft zunächst das Gespräch. Kommt kein Kontakt zustande oder findet sich keine Lösung, wird ein Anwalt eingeschaltet. Im vergangenen Jahr kam es zu drei Räumungen. In diesem Jahr sieht es ähnlich aus. Es könne nicht sein, dass einige Leute auf Kosten der anderen Mitglieder wohnten, betonte der Geschäftsführer.

Trotz der Coronavirus-Pandemie wird die Genossenschaft in diesem Jahr etwa 700.000 Euro investieren. Während des Lockdowns im Frühjahr waren die Handwerker vor allem in Leerwohnungen, die für eine neue Vermietung vorbereitet werden, tätig.

Keine Lösung für Überschwemmungen in Sicht

Ein großes Dankeschön schickte Ingo Ludwig in Richtung der Feuerwehrleute, die beim Unwetter im August wieder halfen, Keller auszupumpen. Erst im Mai und August 2018 waren die Mieter von zwei Starkregen betroffen gewesen.

Zwar finde ein gemeinsames Gespräch mit Bürgermeister Jens Hünerbein und einem Vertreter der Heidewasser GmbH statt, aber eine technische Lösung, um künftige Überschwemmungen bei Starkregenfällen zu vermeiden, gebe es vermutlich nicht, wies Ingo Ludwig hin.

Eingangsbereiche werden neugestaltet

Für das kommende Jahr sieht die Wohnungsgenossenschaft Investitionen in Höhe von rund 600.000 Euro vor. Neben der Neugestaltung von Eingangsbereichen und der Fortsetzung von Strangsanierungen soll am Kellerberg ein Fahrradhaus entstehen. Dazu ist auch eine Neugestaltung des Areals rund um die hölzerne Oma-Figur vorgesehen.