Straße gesperrt

Vollsperrung zwischen Lostau und Hohenwarthe erschwert Bürgern den Weg

Die Bauarbeiten zwischen Lostau und Hohenwarthe hatten schon in den vergangenen Wochen immer wieder für Diskussionen und Schwierigkeiten für Verkehrsteilnehmer gesorgt. Diese Situation könnte sich nun zuspitzen, denn ab dem 4. August wird die Strecke für vier Wochen voll gesperrt.

Ab dem 4. August kann die Landstraße zwischen Lostau und Hohenwarthe für vier Wochen nicht befahren werden.
Ab dem 4. August kann die Landstraße zwischen Lostau und Hohenwarthe für vier Wochen nicht befahren werden. Foto: Nicole Grandt
Bis zum Krankenhaus kann noch gefahren werden, dann geht es nicht mehr weiter in Richtung Hohenwarthe.
Bis zum Krankenhaus kann noch gefahren werden, dann geht es nicht mehr weiter in Richtung Hohenwarthe.
Foto: Nicole Grandt

Verkehrsteilnehmer müssen sich im August auf einige weitere Einschränkungen rund um Lostau und Hohenwarthe einstellen, denn die Straße wird voll gesperrt. Am Ortseingang Lostau, aus Richtung Bundesautobahn 2 kommend, sind mehrere Maßnahmen zeitgleich geplant. Der Radweg zwischen Hohenwarthe und Lostau wird fertig gestellt, und die Fahrbahn der Landesstraße (L) 52 ausgebaut. Eine Querungshilfe in Form einer Mittelinsel über die L 52 soll errichtet werden, und der barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle an der Lungenklinik erfolgen. Zur Gewährleistung der Straßenentwässerung werden nach Auskunft der Landesstraßenbaubehörde zudem Teile der vorhandenen Regenwasserleitung erneuert, beschreibt Sprecher des Landesverkehrsministeriums, Peter Mennicke, die Maßnahmen.

„Müssen in den sauren Apfel beißen".“

Lostaus Bürgermeister Thomas Voigt befürchtet einige Einschränkungen für die Einwohner von Lostau und auch von Hohenwarthe. „Es ist natürlich kompliziert, dass die Hohenwarther nicht oder nur mit einem nicht unerheblichen Umweg nach Lostau kommen. Gerade für diejenigen, die vielleicht nur kurz zum Arzt müssen und nicht so mobil sind, das ist dann natürlich problematisch.“ Er ist sich allerdings bewusst, dass die Umgebung wenige Möglichkeiten für Umleitungen und Ausweichstrecken offen halten. „Wir haben eben die Elbe vor der Tür, da sind die Ausweich-Möglichkeiten gering.“ Er hofft, dass die Bauarbeiten inklusive der Vollsperrung möglichst schnell abgeschlossen sein werden. „Hoffentlich dauert die Sperrung wirklich nur vier Wochen. In der Zeit müssen wir wohl in den sauren Apfel beißen und uns mit der Sperrung arrangieren.“ Zumindest die halbseitige Fertigstellung der Strecke würde schon für Erleichterung sorgen.

Aufgrund des Ausbaus der L 52, welcher im Zuge des Radwegneubaus zwischen Lostau und Hohenwarthe stattfindet, wird in der Ortsdurchfahrt Lostau eine Vollsperrung notwendig, heißt es in einer Pressemitteilung vom Landkreis Jerichower Land. Die Vollsperrung gilt ab dem 4. August  und bleibt voraussichtlich über einen Zeitraum von vier Wochen bestehen. In Richtung Körbelitzer Kreuz/B 1 wird die L 52 somit im August nicht passierbar sein.

Umleitung ist eingerichtet

Damit die Autofahrer dennoch ans Ziel kommen, wurde eine Umleitung eingerichtet. Diese verläuft über Niegripp (L 52), Burg (L 52/B 1), Möser (B 1) und das Körbelitzer Kreuz (B 1/L 52) nach Lostau sowie in Gegenrichtung umgekehrt.

Während des Zeitraums der Vollsperrung soll die L 52 soweit fertiggestellt werden, dass diese Anfang September wieder in beide Richtungen befahrbar ist, im direkten Anschluss zunächst abwechselnd unter Ampelregelung auf einer Spur. Mit Blick auf das kommende Schuljahr 2021/2022 wird damit das Ziel verfolgt, den Schülerverkehr nach dem regulären Fahrplan wieder aufzunehmen, teilt die Kreisverwaltung mit.

Schon in den vergangenen Wochen hatten die Bauarbeiten an der Strecke immer wieder für Auseinandersetzungen gesorgt. Die Pfeifferschen Stiftungen hatten erwirkt, dass Patienten und Personal der Lungenklinik weiterhin die Landesstraße nutzen können. Doch auch die Anwohner sollten berücksichtigt werden. So wurde an einer Kompromisslösung gearbeitet, die beide Orte miteinander verbinden sollte. So wurde zu diesem Zweck der Wirtschaftsweg zwischen Külzauer Weg und der B 1 genutzt.