Burg l Waschen, mangeln, bügeln, legen… In der Wäscherei Edelweiß Ordel an der Lindenallee wird Hand in Hand gearbeitet. Und das mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht. Liegt das daran, dass hier das weibliche Geschlecht das Sagen hat? Denn bei 20 Frauen sind die sieben Männer klar in der Minderheit. „Aber nur Frauen wäre auch nicht das Wahre und gut fürs Betriebsklima. Es liegt nun mal in der Natur der Sache, dass in einer Wäscherei die Damenwelt dominiert“, sagt Geschäftsführerin Angela Gerlach, die den Familien- und Traditionsbetrieb, der seit 1954 existiert, mit ihrem Ehemann Torsten führt. Und beide sind Organisationstalente. Kindererziehung, Ferien, Urlaub, persönliche Termine der Mitarbeiter müssen mit den Arbeitszeiten und -plätzen unter einen Hut gebracht werden müssen. „Bisher haben wir gemeinsam immer alles hingekriegt und alle an einem Strang gezogen“, freut sich die Chefin. Anders geht es auch nicht. Immerhin zählen allein 350 gewerbliche Kunden zum festen Stamm – von der Prignitz bis zum Harz. Darunter zahlreiche Pflegeheime, Hotels, Gaststätten und medizinische Einrichtungen verschiedenster Art. Sie alle lassen in Burg waschen und bekommen die saubere Wäsche wieder angeliefert – ob Bettlaken, Tischtücher oder Arbeitskleidung. Allein 60 Wäschecontainer sind so jeden Tag unterwegs. Hinzu kommen noch zahlreiche größere und private Kunden mit der ganz normalen Familienwäsche, die auch wie zu Omas Zeiten mit dem Bügeleisen bearbeitet wird. Auch der Wäschehandel mit Objekttextilien hat sich mittlerweile zu einem weiteren Standbein entwickelt und soll ausgebaut werden. Ständig wird Wäsche vorgehalten, um Kunden mit begrenzten Lagerkapazitäten bei Bedarf unkompliziert beliefern zu können.

„Das ist für ganz selbstverständlich“, sagt Torsten Gerlach, der auf ein volles Auftragsbuch zeigt. „Wir sind seit dem Umzug von der Altstadt in den Gewerbepark 2010 immer gewachsen, haben seitdem rund 3,5 Millionen Euro investiert und verfügen über einen sehr modernen Maschinenpark.“ Edelweiß ist Mitglied der Umweltallianz und seit 2010 mit dem Umweltsiegel des Handwerks in Sachsen-Anhalt zertifiziert – als Beitrag für den eigenverantwortlichen betrieblichen Umweltschutz. Hygienezeugnisse und Zertifikate sind Grundlage des täglichen Geschäfts.

Werkstraße soll entstehen

Jetzt plant das Unternehmen den nächsten Schritt. Neben den bestehenden knapp 2700 Quadratmetern wurde 2014 bereits das freie Nachbargrundstück mit einer Fläche von 2500 Quadratmetern erworben. Dort soll künftig eine zweite Zufahrt, ein größerer Parkplatz und eine Werkstraße entstehen. Die Umverlegung von Gas- und Elektroleitungen und die Errichtung eines Bürogebäudes sind geplant und sollen die Grundlage für kommende Investitionen schaffen, um den Betrieb für die Zukunft auszurichten. „Unsere Kinder denken bereits weiter, was gut so ist“, sagt Torsten Gerlach. Er engagiert sich zugleich im Burger Industrie- und Gewerbeverein (BIG), eine Art Netzwerk von Firmen im IGP und in der Stadt.

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Im Sinne vieler Unternehmen hat sich der BIG auch für den Bau einer Entlastungsstraße durchs Gewerbegebiet zur Landstraße 52 eingesetzt. Gerlach ist überzeugt, dass sich damit noch weitere Firmen auf den noch übrigen Flächen ansiedeln und auch der nächste Bauabschnitt westlich der B 246a attraktiv für Unternehmen wird.