Burg/Schartau l Ein wenig Erleichterung herrscht sowohl in Schartau als auch in Burg vor. Immerhin stand noch vor Monaten die bange Frage im politischen Raum, ob Schartau als einziges von den sechs Burger Dörfern künftig ohne Ortschaftsrat dastehen würde und von Burg aus vollständig „regiert“ werden müsste. Dieses Szenario ist nun abgewendet. Für den am Sonntag, 20. Oktober, zu wählenden Ortschaftsrat gibt es jetzt mit acht Bewerbern auch ausreichend Kandidaten für die sieben Sitze des Gremiums.

Rückblick: Zur regulären Kommunalwahl am 20. Mai dieses Jahres fanden sich lediglich zwei Bewerber – Stefanie Lentge und Wolfgang Seidel. Laut Kommunalverfassung zu wenig, um die Geschicke der Elbgemeinde zu bestimmen. Persönliche Situationen und auch Spannungen im Ort wurden als Gründe für das mangelnde Interesse angegeben. Daraufhin setzte Stadtwahlleiter Bernhard Ruth nach Rücksprache mit Kreiswahlleiter Bernhard Braun einen neuen Termin an. In der Hoffnung, dass sich bis Oktober manche Befindlichkeiten klären lassen. Das scheint gelungen.

Genügend Kandidaten

„Wir sind sehr froh, dass es jetzt genügend Kandidaten gibt und ein neuer Ortschaftsrat gebildet werden kann“, sagt Stadtwahlleiter Ruth. Auch die Tatsache, dass Ortsbürgermeister Hans-Horst Borg entgegen seiner ursprünglichen Absicht nun doch noch einmal seinen Hut in den Ring wirft, wird im Ort und in Burg vielfach mit Freude gesehen. „Ja, ich wollte erst nicht mehr kandidieren. Aber in der Zwischenzeit haben mich so viele Einwohner angesprochen, die mich noch einmal zum Nachdenken angeregt und auch ermuntert haben, wieder anzutreten“, sagt Borg, der seit zehn Jahren als Ortschef an der Spitze steht. In der Folge seien in den zurückliegenden Monaten „viele positive Gespräche geführt“ worden. Ob Borg dann wieder als Ortsbürgermeister fungiert, hänge zunächst vom Votum des Rates ab. „Und wenn, dann hoffe ich, dass ich den Staffelstab in einigen Jahren an einen Nachfolger abgeben kann.“

Eine Besonderheit gibt es im Vergleich zu den bisherigen Ortsratswahlen in Schartau: Dieses Mal gibt es eine fünfköpfige Wählergemeinschaft „Wir für Schartau“, Borg tritt nicht als CDU-Mitglied an.

8 bis 18 Uhr geöffnet

Das Schartauer Wahllokal im Ortschaftsbüro ist Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Mit einem Ergebnis rechnet Stadtwahlleiter Ruth bereits gegen 18.30 Uhr. Nach der Bestätigung der Wahl durch den Stadtwahlausschuss am 22. Oktober kommt dann der neue Ortsrat am 12. November zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen.