Burg l Die Urteile über die bisherigen Weihnachtsmärkte in der Stadt sind in den vergangenen Jahren trotz mancher Mühen und Besonderheiten stets mäßig ausgefallen. Jetzt haben Stadt und der bisherige Magdeburger Veranstalter die Reißleine gezogen und den Vertrag beendet. Damit ist der Weg frei, bereits in diesem Jahr einen anderen Weihnachtsmarkt unter neuer Regie vorzubereiten. Die Stadt, Vereine und auch der Kulturstammtisch waren sich schnell einig, einen neuen Kurs einzuschlagen – Richtung Altstadt. So ist vorgesehen, den Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende in den Ihlegärten zwischen Breiter Weg und Hainstraße durchzuführen. „Das ist etwas ganz Neues, aber die Idee stößt auf breite Resonanz und wird von vielen Akteuren getragen“ , versicherte der städtische Sachgebietsleiter Alexander Tippelt auf der jüngsten Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses. Passend zur Altstadt-Atmosphäre sei bereits Kontakt mit einem Mittelalterverein aus Brandenburg aufgenommen worden, der sich auf vielfältige Weise präsentieren könnte. „Wir erhoffen uns in den kommenden Wochen konkrete Angebote, die zu einem Weihnachtsmarkt passen“, sagte Tippelt.

Das Vorhaben findet in der Tat offene Ohren. Der Vorsitzende des Laga-Fördervereins, Wolfgang Meyer, sieht gute Chancen für ein neues Konzept. „Ein Weihnachtsmarkt muss kein Einkaufsmarkt sein. Das hat etwas mit Besinnlichkeit und Gemütlichkeit zu tun. In dieser Beziehung ist die Altstadt der Reiz von Burg. Wir werden darüber beraten, inwieweit wir uns einbringen können.“

Heimatverein nicht abgeneigt

Zwar wollen Heimatverein und Wasserturm-Verein ihre Tore für einen weihnachtlichen Markt am dritten Adventwochenende öffnen – Heimatvereinsvorsitzende Karin Zimmer sieht aber in der Idee und im Ort ein großes Potenzial. Inwieweit der Verein quasi als Nachbar auch an diesem Dezember-Wochenende mitmachen kann, muss noch geklärt werden. „Wir sind nicht abgeneigt, aber das ist auch eine Kapazitäts- und Geldfrage.“

Das Konzept soll nun nach und nach ausgefeilt werden. „Es ist noch nichts in Stein gemeißelt, aber die Vorbereitungen müssen beginnen“, versicherte Tippelt. „Wir sind über alle Anregungen und Ideen für einen Weihnachtsmarkt in der Altstadt dankbar.“