Soziale Medien

Wie sich Stadt Burg in den sozialen Medien zeigt: Von #iloveburg bis zur Geschichte der Burger Türme

Was erfahre ich über Burg in den sozialen Netzwerken? Journalistenschülerin Luisa Hohenbrink ist neu in der Stadt und probiert sich online ein Bild der Stadt zu machen.

Von Luisa Hohenbrink
Unter dem Hashtag #iloveburg teilen Nutzer auf der sozialen Plattform Instagram Fotos der Stadt.
Unter dem Hashtag #iloveburg teilen Nutzer auf der sozialen Plattform Instagram Fotos der Stadt. Screenshot: Luisa Hohenbrink

Burg - Als ich das erste Mal am Bahnhof in Burg aus dem Zug steige, fallen mir zwei Sachen direkt ins Auge: Der breite, rote Turm, der sogenannte Wasserspeicher, und die riesige Grünanlage, der Goethepark, wie ich von einem Schild ablese. Ein ähnliches Bild ergibt sich mir bei meiner Recherche zu Burg in den sozialen Netzwerken – darüber möchte ich die Stadt kennenlernen, in der ich nun einige Wochen verbringen werde.

Gebe ich „Burg bei  Magdeburg“ online ein, sehe ich vor lauter Turm den Wald oder eher die Stadt nicht - Berliner Turm, Hexenturm, Wasserturm, Bismarkturm, Kuhturm schießt es mir direkt entgegen. Die Frage, warum Burg den Slogan „Stadt der Türme“ trägt, stellt sich somit erst gar nicht. Der Wasserturm am Weinberg hat sogar einen eigenen Auftritt auf dem sozialen Netzwerk Instagram (@wasserturmburg), auf dem Nutzerinnen und Nutzer Fotos und Videos teilen. Betrieben wird der Acccount vom Wasserturm vom eigenen Verein. Ich merke schnell: Die Burg-Bewohner lieben ihre Türme.

Und sie sind stolz auf dessen Geschichte, die bis zu 1070 Jahre zurück reicht. Mit der App „Burg2Go“, die es in der Tourist-Information mit Tablet zum Ausleihen gibt, kann ich auch gleich in das Burg verschiedener Epochen zurückreisen und bekomme den Hintergrund einzelner Bauten erklärt. So erfahre ich, dass sogar Theodor Fontane mal hier in einer Apotheke gearbeitet hat. „Das Glück ist kein Geschenk  - nur ein Darlehen“ schießt es mir direkt durch den Kopf.

Schönheit des Flickschuparks auf Instagram

So ein kleines Darlehen findet man in Burg auch an den vielen grünen Ecken wie mir Instagram zeigt. Die Schönheit des Goethe- und Flickschuparks oder der Ihle-Terrassen wird mir auf dem Instagram-Account „Augenblicke_Stadtburg“ präsentiert. Der in der Beschreibung stehende Hashtag #iloveburg zieht sich sogar durch das gesamte Netzwerk. Zu sehen sind Liebesbekundungen an die Heimat von einzelnen Nutzerinnen und Nutzern. Ein oft verwendetes Motiv, na klar – einer von Burgs Türmen. Auch der Einzelhandel stellt sich unter dem Hashtag vor – denn letztes Jahr wurde die Initiative von der Stadt und der WoBau Burg ins Leben gerufen, um lokale Händlerinnen und Händler während der Coronapandemie zu unterstützen.

Gegenseitiges unter die Arme greifen zeigen die Burger Bürger auch in diversen Facebook-Gruppen wie in „Wir aus Burg“ oder „Burg - Tag und Nacht“. Hier werden Aufrufe gestartet, Fragen beantwortet oder auch einfach mal nur ein schönes Wochenende gewünscht.  Auch Flohmärkte und Tauschbörse gibt es. Und ganz nostalgisch wird es auch: In der Gruppe „Burger Ansichten“ tauschen sich ehemalige Burg-Bewohner, die es in die weite Welt verschlagen hat, mit Dagebliebenen aus. Eine schöne Erinnerung, denke ich mir. Vielleicht werde ich auch Teil dieser Gruppe, wenn meine Zeit in Burg schon wieder vorbei ist und mich die Sehnsucht nach den Türmen packt.