Arneburg l Magie und Musik, Gaukler und Gitarrenklänge – passt das zusammen? Die Antwort darauf gab es in Arneburg. Und sie lautet eindeutig: Ja! Auf der Corona-Bühne übernahmen wieder einmal Nobody Knows das Kommando, die jedoch magische Unterstützung erhielten: Dalli alias Peter Dahlmann verzauberte mit seinen Kunststücken das junge und junggebliebene Publikum.

„Wir sind seit zehn Jahren befreundet“, verriet Max Heckel bei der Begrüßung am Sonntagnachmittag an der Ellinger Straße in Arneburg, wo die Corona-Bühne seit 10. Juli und damit schon seit einigen Wochenenden Gäste anlockt. Der Frontmann der Stendaler Formation Nobody Knows traf bei einer Show damals in Tangermünde auf Peter Dahlmann - und war sozusagen von seinen Tricks verzaubert.

Kunststück wird aufgeklärt

Heckel lud Dalli, der schon seit rund 40 Jahren als Zauberer und Gaukler durch die Lande tourt, daraufhin ein. Mehrere Abende, wie beispielsweise „Folk in die Nacht“ hat der Berliner seitdem zusammen mit der Band gestaltet und bereichert. „Es hat sich eine Freundschaft entwickelt“, sagt Dahlmann, der ein Fan von Nobody Knows geworden ist. „Ich besitze alle CD‘s.“ Deswegen war es für ihn auch keine Frage, am Sonntag in Arneburg dabeizusein. Der Startschuss vor 100 Gästen - die coronabedingte Kapazitätsgrenze - erfolgte jedoch in musikalischer Manier. Und alle machten bei „Wenn du glücklich bist, dann klatsche in die Hand“ mit. Natürlich ganz nach dem Geschmack der vielen Kinder. Und nach einem weiteren Song, an dem der „Elefanten-Chor“ gefragt war, konnten sich die Musiker erst einmal zurücklehnen.

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Früher beim Steintor-Varieté

Dalli erzählte von den „Eumeln“, die nur in der linken Hand sichtbar sein sollen. Und ließ ein gelbes Ei in einem braunen Beutel verschwinden. Natürlich hatten es sich einige der jungen Gäste schon denken können, dass das Ei in der Hand vom Zauberer und dann unter seinen Achseln landet. „Als Zauberer muss man ganz schnell sein“, sagt Dalli, der zu DDR-Zeiten eine Profi-Einstufung am Steintor-Varieté in Halle für den Job als Zauber-Künstler bekam. Das Ei-Kunststück klärte er auf. Der Trick: Der Beutel wird praktisch hochgeschlagen, so dass das Ei verdeckt wird und es in der Hand verschwindet.

Maschine zum Eierschaukeln

„Und was kann man noch mit Eiern machen? Man kann sie schaukeln.“ Dazu präsentierte der Berliner Künstler seine „aus dem Mittelalter bestellte Eierschaukel-Maschine“, mit der er zeigte, dass diese von einem Strick zum anderen „springen“ können. Zwischendurch musizierten Nobody Knows für das Publikum. Und auch Dalli zeigte noch mehr Kunststückchen: Beispielsweise seine aus mehreren Ballons zusammengesetzten Luft-skulpturen.

Ähnlich wie der unterhaltsame Nachmittag verlief auch das heitere Abendprogramm: Dalli zeigte vor etwa 30 Interessenten seinen Gaukelzauber. „Ich bin jedes Mal fasziniert, wenn er auftritt“, freute sich Max Heckel über die Show. Der Hauptorganisator zog ein positives Resümee des gesamten Tages. „Wir hatten insgesamt 130 Besucher. Mich hat besonders gefreut, dass das Familienprogramm so gut ankam.“

Mit der Arnebueger Corona-Bühne kehrte die Kultur, die coronabedingt eine Pause einlegen musste, zurück und erfreut sich großer Beliebtheit. Und die nächste Veranstaltung geht bereits am kommenden Freitag über die Bühne in Arneburg. Dann heißt es „Irische Lieder und schottischer Whiskey“. Angesagt hat sich die Hallenser Gruppe „Die Greenhorns“. Kartenbestellungen und weitere Information im Internet unter www.altmark-buehne.de.