Neukirchen l Einfach so eine Bank auf den Deich stellen? Dann vielleicht noch einbuddeln? Das war einmal. Wie Willi Hamann als Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Wische weiß, „kassiert das LHW die Bänke ein. Sie drehen wirklich ihre Runden.“ Denn der mittlerweile erhöhte und verbreiterte Deich sei in erster Linie für den Hochwasserschutz da und müsse deswegen auch in einwandfreiem Zustand sein, werde argumentiert. „Wildwuchs“ ist da verboten! Indes in Absprache mit dem Landesamt für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) darf die Gemeinde nun vier Bänke auf dem Neukirchner Deich aufstellen. „Wir haben einen richtigen Vertrag darüber geschlossen“, so Hamann, der „einfach mal da angerufen“ habe. Die Bänke à 150 Euro stammen aus der Holzwerkstatt Beetzendorf. Eine von ihnen war schon im Bestand der Gemeinde, wurde nun nur ans neue Design angepasst. Die anderen drei hat ein Neukirchner aus Dankbarkeit für die sanierte Ortsdurchfahrt gesponsert. Die Gemeindearbeiter Jens-Uwe Schneider und Ralf Zacharias samt Team versahen die Bänke mit einer Holzschutzlasur und gaben der Aufschrift einen leuchtend grünen Anstrich.

Farbig auch die aus Schrott-Fahrrädern hergestellten Wegweiser. Genannte Mannschaft schmirgelte von Hamann aufgetriebene ausrangierte Drahtesel ab und sprühte sie farbig an. Hamann ließ in Stendal passende Schilder als Richtungsanzeiger dafür anfertigen – und das war’s schon fast. Die Materialkosten pro Fahrrad betragen 23 Euro plus Arbeitszeit. Insgesamt zehn dieser Hingucker sollen an der Elbe, aber auch an landwirtschaftlichen Verbindungswegen in der gesamten Gemeinde aufgestellt werden. Für eine bessere Ausschilderung, die dazu noch charmant wirkt.

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