Auswertung des Zensus 2011 für die Hansestadt Gardelegen/Geringer Leerstand

12033 Wohnungen in 6926 Gebäuden

Von Donald Lyko

Nicht nur die Bevölkerung wurde beim Zensus 2011 gezählt, sondern auch die Gebäude und Wohnungen. Danach gab es zum Stichtag der Erhebung 6926 Gebäude mit Wohnraum in der Hansestadt Gardelegen.

Gardelegen l Die Auswertung der Zensus-Daten hat etwas gedauert, doch nun liegen auch für die Hansestadt Gardelegen konkrete Zahlen für den Gebäude- und Wohnungsbestand vor. Danach hat die Hansestadt Gardelegen - die Daten beziehen sich auf die Befragung im Jahr 2011 - insgesamt 6926 Gebäude mit Wohnraum, in denen sich zusammen 12033 Wohnungen befinden. Zum Vergleich: Im Altmarkkreis Salzwedel gibt es insgesamt 27381 Gebäude mit Wohnraum. Für den Zensus ist für die Hanseststadt Gardelegen noch einmal unterteilt worden in Wohngebäude (6755 mit zusammen 11714 Wohnungen) und sonstige Gebäude mit Wohnraum (171 mit zusammen 319 Wohnungen). Drei der Wohngebäude sind Wohnheime, in denen insgesamt 68 Wohnungen angeboten werden.

Nach der Wende nahm Hausbau etwas zu

Sehr detailliert wurden die Hauseigentümer befragt zum Baujahr, zum Gebäudetyp, zur Anzahl der Wohnungen, zur Eigentumsform der Wohnungen, aber auch zur Heizungsart. Von den 6926 Gebäuden mit Wohnraum wurden beispielsweise 1970 - und damit 28,4 Prozent - vor dem Jahr 1919 gebaut, 1493 zwischen 1919 und 1948 und 1161 zwischen 1949 und 1978. Nachdem es dann rückläufig war und zwischen 1987 und 1990 nur noch 192 Häuser errichtet wurden, ging es nach der Wende mit dem Hausbau zahlenmäßig wieder nach oben. Zwischen 1991 und 1995 wurden laut Zensus 515 Gebäude neu gebaut, zwischen 1996 und 2000 sogar 579. Seit 2001 nahm es wieder deutlich ab.

Von den 6926 Gebäuden mit Wohnraum gehören 6104 (8026 Wohnungen) Privatpersonen - also 88,1 Prozent. 310 Gebäude (zusammen 1072 Wohnungen) gehören einer Gemeinschaft von Wohnungseigentümern und 306 (1780 Wohnungen) der Kommune oder dem kommunalen Wohnungsunternehmen. 117 (834 Wohnungen) gehören der Wohnungsgenossenschaft.

Die Befragung zu Gebäuden und Wohnungen schloss auch die nach der Anzahl der Räume ein. Von den 12033 Wohnungen in den Gebäuden von Wohnraum sind 28,7 Prozent Vier-Raum-Wohnungen. 18,6 Prozent sind Wohnungen mit drei Räumen, 7,6 Prozent mit zwei Räumen. Nur 1,6 Prozent sind Wohnungen mit einem Raum, hingegen sind 11,3 Prozent Wohnungen mit sieben und mehr Räumen.

Durchschnittswohnung hat 90,4 Quadratmeter

Die durchschnittliche Wohnungsgröße in der Hansestadt Gardelegen liegt bei 90,4 Quadratmetern. Zum Vergleich: Im Altmarkkreis Salzwedel sind es durchschnittlich 91,9 Quadratmeter und in Sachsen-Anhalt 79,1 Quadratmeter. Sehr nah dran ist der Gardeleger Wert am Bundesdurchschnitt für eine Wohnung, der bei 90,6 Quadratmetern liegt. Unterschiede gibt es zu den direkten Nachbarn. So weist der Zensus für die Stadt Kalbe eine durchschnittliche Wohnungsgröße von 94,6 Quadratmetern, für Klötze von 94,7 Quadratmetern und für Arendsee sogar von 96,3 Quadratmetern aus. Mit 83,2 Quadratmetern weist die Stadt Salzwedel im Vergleich den geringsten Durchschnittswert aus. Der höchste wurde in dem Ort Wallstawe mit 110,8 Quadratmetern ermittelt.

Mit dem Zensus wurde zudem der Wohnungsleerstand ermittelt. Der lag während der Erhebung in der Hansestadt Gardelegen bei 7,5 Prozent, also deutlich unter dem im Altmarkkreis Salzwedel (9,2 Prozent) und dem in Sachsen-Anhalt (9,5 Prozent). Sehr hoch lag er in Kalbe mit 10,9 Prozent, in Arendsee mit 10,5 Prozent, in Salzwedel mit 10,2 Prozent - und in Wallstawe mit 10 Prozent.