Gardelegen l Es soll heiß werden am kommenden Wochenende. Da passt es gut, dass das diesjährige Hansefest wieder unter den großen schattigen Linden auf dem Wall stattfindet. Auch schon im vergangenen Jahr blieb die Gardeleger Innenstadt zum Hansefest leer. Die fahrenden Händler zogen komplett ins Grüne, die Fahrgeschäfte und Bühnen wurden auf Tivoli- und Harbigsportplatz aufgebaut. Den meisten Gästen gefiel das.

Tenor war bisher überwiegend positiv

„Der Tenor war jedenfalls überwiegend positiv“, versichert Gabriela Winkelmann, die in der Stadtverwaltung unter anderem für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Doch nun will man das in der Verwaltung genau wissen: „Wir fragen deshalb in diesem Jahr die Bürger mal, was Sie eigentlich vom Hansefest halten“ erläutert Bürgermeisterin Mandy Zepig. So können die Besucher auf einem Umfragebogen anhand von konkreten Fragen eine Bewertung abgeben. Neben dem Gesamteindruck geht es darin zum Beispiel um die Bühnenprogramme, die Angebote für Kinder, die Versorgung oder die Auswahl der Händler. Die Gäste werden aber auch gefragt, ob sie Fahrgeschäfte wichtig finden, oder was sie sich persönlich für‘s Hansefest wünschen würden. Wer mag, kann also auch noch ein paar eigene Vorschläge beisteuern - im Rahmen des Machbaren, versteht sich.

Spannend dürfte schließlich auch werden, wie die Besucher den Eintrittspreis - Erwachsene zahlen 4 Euro pro Tag oder 8 Euro für das gesamte Wochenende, Kinder bis 14 Jahre zahlen nichts – einschätzen. Das ist allerdings weniger wichtig für die Verwaltung, dafür um so wichtiger für Veranstalter Alexander Kopke. Denn wie immer wird die Party komplett von seiner Agentur veranstaltet – „die Stadt beteiligt sich finanziell nicht am Hansefest“, erinnert Mandy Zepig. In Gardelegen wird also kein Steuergeld für die Party eingesetzt. Eine Tatsache, die mancher Kritiker gern mal aus den Augen verliert.

Wer den Fragebogen beantworten möchte, findet ihn ab Freitag an allen Eingängen der Festmeile. Und dort werden auch Sammelboxen stehen, wo er danach wieder eingeworfen werden kann. Wer das vergisst, kann ihn schließlich auch einfach im Rathaus abgeben. Dort freut man sich übrigens schon auf das Feedback von möglichst vielen Gardelegern.