Zethlingen l Seit dem 1. Dezember sind sie erst im Amt und haben bereits große Pläne. Die Rede ist von Josefine Zander (29) aus Kusey und Volker Holtmeier (51) aus Gardelegen. Zusammen bilden sie die neue Leitung des Erlebnishauses in Zethlingen. Nach dem Ausscheiden der bisherigen Leiterin Birgit Molin, wurde die Leitungsstelle im Sommer neu ausgeschrieben und nun wieder besetzt. Molin übernahm nach 13 Jahren im Erlebnishaus, eine Stelle als Pfarrerin in Thüringen. Durch einen Zufall traf das neue Team aufeinander, wie Volker Holtmeier erzählt: „Sowohl Josi, als auch ich lasen von der Stelle, wollten jedoch beide keine Vollzeitstelle. Bis dahin kannten wir uns allerdings noch nicht.“

Geplante Doppelspitze

Erst durch Martin Zander, ordinierter Gemeindepädagoge in Kusey und Ehemann von Josefine Zander, fanden sie zusammen: „Als Kreisjugendreferent bin ich quasi die Fachaufsicht für Martin und so kamen wir mal zufällig auf die Stellenausschreibung zu sprechen. Ich wollte ja nur 50 Prozent der Stelle und da sagte er: Ich hätte da jemanden für die restlichen 50 - Meine Frau,“ erinnert sich Holtmeier. So wurden sie ein Team und begannen ein Konzept auszuarbeiten. Sogar die Bewerbung reichten sie gemeinsam ein. In der evangelischen Kinder- und Jugendbildungsstätte bilden sie nun eine Doppelspitze mit jeweiligen Schwerpunkten. So kümmert sich Holtmeier überwiegend um den hauswirtschaftlichen Teil, wie das Management, und Zander um den pädagogischen Bereich.

Die studierte Religionspädagogin freut sich nun schon auf ihre erste Aufgabe am kommenden Montag: „Da kommen unsere ersten Gäste - eine zweite Klasse aus Stendal. Für sie habe ich mir schon ein Programm mit einigen Vertrauensübungen ausgedacht, um sich besser kennen zu lernen. „Gemeinsam anders“ nenne ich es. Neben ihrer neuen Tätigkeit unterrichtet sie an den Grundschulen in Diesdorf und Apenburg Religion. „Bis zu den Sommerferien bin ich noch dort und dann konzentriere ich mich voll und ganz auf das Erlebnishaus. Ich freue mich schon. Endlich keine Noten mehr,“ erzählt sie mit einem Lächeln. Bis zu den Sommerferien sollen dann auch die geplanten Umbauarbeiten am Erlebnishaus beendet sein. „Ab Mitte Dezember bis Mai ist das Haus wegen der Arbeiten geschlossen. Der Altbau wird saniert und es entstehen sechs neue Zimmer und ein großer Gruppenraum. Bis zu 34 Gäste finden dann im Erlebnishaus Altmark Platz für Klassenfahrten, Freizeitgruppen oder Tagesveranstaltungen. Und dieser wird auch gebraucht, denn die Buchungen und Belegungen für das kommende Jahr sehen laut Holtmeier folgendermaßen aus: „Tendenz sehr voll.“