Kalbe l „Die frohe Kunde erreicht uns vor dem Weihnachtsfest und kommt für uns aus Halle“, teilte gestern die Vorsitzende des Vereins Künstlerstadt Kalbe, Corinna Köbele, mit. Wie sie erläutert, beabsichtigt die Kulturstiftung des Bundes, dem Kalbenser Verein im Rahmen des Fonds Neue Länder mit einer Anschubförderung über drei Jahre, bis Ende 2018, für das Vorhaben „Vom Steg zur Brücke – Die Künstlerstadt Kalbe auf dem Weg zur Professionalisierung“ zu unterstützen.

Köbele: "Oskar der Kulturförderung"

Die Höhe der dafür zur Verfügung gestellten Fördermittel soll bis zu 45 000 Euro betragen und den Aufbau eines Koordinationsstipendiums, die Professionalisierung der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Ausrichtung von jährlichen Ideenwerkstätten ermöglichen. Zum Teilaspekt Öffentlichkeitsarbeit, ergänzt Köbele, gehören vor allem die Neugestaltung der Internetpräsenz und die Entwicklung einer mehrsprachigen Imagebroschüre.

„Wir freuen uns riesig, den ,Oskar‘ der Kulturförderung erhalten zu haben. Es zeigt, dass unser hohes ehrenamtliches Engagement nicht nur gewürdigt wird, sondern auch förderungswürdig ist“, ist Köbele überzeugt. Sie bedankt sich bei allen, die den Verein bislang mit ihrem Engagement unterstützt haben und damit auch zu diesem neuen Erfolg beitrugen. Neugierig gespannt, so die Vorsitzende, blicke der Verein nun ins Jahr 2016, das schon bald mit Hilfe und Bereicherung eines Koordinationsstipendiaten sicherlich viel Neues bringen werde. Köbele: „Die Förderung ist wirklich großes Geschenk für Kalbe, für die Künstlerstadt, für unsere Region und für viele Menschen, die daran teilhaben werden.“

Die Vereinschefin gibt auch bereits einen Ausblick auf die nächsten Schritte. Schnellstmöglich soll die Ausschreibung für das Koordinationsstipendium an alle Kulturwissenschaftler beziehungsweise Kulturpädagogen herausgehen. Als nächstes werde die Wohnung im Kalbenser Freibad, die der Verein von der Stadt zur Verfügung gestellt bekommt, zügig hergerichtet. „Jetzt wird aber erst einmal gefeiert, Weihnachten und der Förderbescheid“, so Köbele.