Gardelegen l Mit einer Gedenkveranstaltung und Kranzniederlegung soll am kommenden Mittwoch, 13. April, an die Ermordung von 1016 KZ-Häftlingen aus den Konzentrationslagern Mittelbau-Dora und Hannover-Stöcken am 13. April 1945 in der Feldscheune Isenschnibbe erinnert werden. Beginn ist um 17 Uhr, teilte der Leiter der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen, Andreas Froese-Karow, mit. Es ist die erste Gedenkveranstaltung, die unter der Regie der Gedenkstätte stattfindet, nachdem sie im vorigen Jahr in die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt aufgenommen wurde.

Treffpunkt ist am Eingang der Gedenkstätte. Von dort geht es zum Gräberfeld. Nach einem Musikstück des Miester Posaunenchores folgt die Kranzniederlegung am Gedenkstein des Ehrenfriedhofes. Danach wird André Merten, stellvertretender Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, die Teilnehmer begrüßen. Es folgt ein Grußwort von Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig. Froese-Karow wird dann eine thematische Einführung zum Thema der Gedenkveranstaltung „Mitten in der Gesellschaft“ geben. Die Gedenkansprache hält Landtagspräsident Dieter Steinecke. Es folgen ein Musikstück des Gardeleger Männerchores Eintracht und Beiträge von Schülern des Gardeleger Gymnasiums. Zu den Mitwirkenden gehören zudem Gardelegens evangelischer Pfarrer Martin Goetzki und der katholische Pfarrer Andreas Lorenz. Erzpriester Boris Ustimenko von der russisch-orthodoxen Gemeinde Allerheiligen Magdeburg und Rabbiner Elisha Portnoi von der jüdischen Gemeinde Dessau.

Die Gedenkveranstaltung wird der Letzlinger Männergesangverein musikalisch beenden. Im Anschluss (19 bis 20 Uhr) wird es eine Sonderöffnung der Ausstellung „Zwischen Harz- und Heide. Todesmärsche und Räumungstransporte im April 1945“ in der Gardeleger Nikolaikirche geben.