Kloster Neuendorf l „Kauf dir einen bunten Luftballon, nimm ihn fest in deine Hand. Stell dir vor, er fliegt mit dir davon in ein fernes Märchenland ...“ – mit dieser bekannten Melodie aus einem Revuefilm eröffneten Peter Grzywotz und Manuel Schmiedel schwungvoll mit Geige und Klavier am Sonnabendnachmittag den zweiten Neujahrsempfang in Kloster Neuendorf – ein sehr schöner Einstieg, wenngleich man in Kloster Neuendorf sicher nicht ins Märchenland entfliehen will, sondern auf festem Boden steht. Ideen aber werden immer gesucht, um das Leben in der Gemeinschaft bunt und attraktiv zu gestalten. Und da habe der Förderverein Kloster Neuendorf schon so einiges auf die Beine gestellt, wie Ortsbürgermeister Andreas Höppner betonte. Und das gemeinsam mit allen Vereinen im Dorf, der Kirchengemeinde und vielen Helfern. „Das Gemeinsame bringt uns hier in Kloster Neuendorf weiter“, so Höppner.

Osterfeuer, Maibaum, Mittsommer unter der Rotbuche, der traditionelle Pokallauf im Löschangriff, eine Kinderkleiderbörse der Kita, Herbstfeuer, Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr und die Kindergruseltour – „die war der Hammer“, – und das Weihnachtsbaumverbrennen, zählte Höppner einige Veranstaltungen auf. Die sollen auch in diesem Jahr wieder stattfinden. Höppner ermunterte in seiner Rede alle Einwohner des Ortes, sich mit Ideen und tatkräftiger Unterstützung einzubringen. In diesem Jahr sollen die Buswartehäuschen von Neu Kloster auf dem Sportplatz aufgestellt werden. Der Förderverein möchte vier Bänke für den Dorfplatz kaufen und sammelt dafür fleißig Spenden. Zu den Wünschen in Richtung Stadt gehören unter anderem neue Spielgeräte für den Spielplatz.

Für Erhalt der Kita

Erfreulich sei, dass die Einwohnerzahl von Kloster Neuendorf um drei Einwohner gestiegen sei von 449 auf 452. „Das ist top. Doch woran liegt das? Vielleicht, weil in Kloster Neuendorf nachts jede zweite Lampe im Dorf aus ist? Wie auch immer, es ist sehr schön, dass wir junge Familien im Dorf haben“, betonte Höppner. Da sei es außerordentlich wichtig, dass es im Ort eine Kita gibt. „Und ich werde mich dafür einsetzen, dass die auch erhalten bleibt“, betonte Höppner. Denn bei 452 Einwohnern soll es nicht bleiben. „Ich glaube, es werden in diesem Jahr noch einige dazu kommen, was ich so gehört habe“, meinte Höppner augenzwinkernd. Im Rahmen des Neujahrsempfanges wurden Wilhelm Matthies und Jürgen Adolph für ihre Verdienste im Dorf als Ehrenmitglieder des Vereines aufgenommen.

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Die beiden Musiker erfreuten dann noch einmal unter anderem mit „The Sound of Silence“ – Augen zu und träumen. Aber nur für einen Moment. Denn danach waren alle Gäste eingeladen zu Sekt, Saft, Kaffee, selbstgebackenen Kuchen, Häppchen und einem abendlichen Imbiss – bei vielen Gesprächen und der Suche nach Ideen, „was man noch schöner, besser oder anders machen kann“, wie es Höppner formulierte.