Gardelegen l Die Nutzungsmöglichkeiten der Nikolaikirche Gardelegen möchte der Verein für Kultur- und Denkmalpflege Gardelegen und Umgebung verbessern, wie Vereinsvorsitzende Anette Bernstein am Montagabend im Bauausschuss erklärte. Das Konzept stellte dann Architekt Lutz Schwarzbrunn vor. „Es geht heute nicht darum, schon etwas zu beschließen. Es geht darum, dass wir uns mit dem Thema befassen“, sagte Ausschussvorsitzender Gustav Wienecke.

Vor etwa fünf Jahren habe eine Studentin eine Diplomarbeit zur Kirchenruine in Gardelegen angefertigt, schilderte Schwarzbrunn. Ihre Arbeit und entsprechende Dateien stellte sie dem Verein zur Verfügung. Darauf aufbauend stellte Schwarzbrunn vor, wie sich die Nikolaikirche in Zukunft der Öffentlichkeit präsentieren könnte. „Es müssen Leute rein. Es müssen Veranstaltungen rein“, betonte Schwarzbrunn. Er fügte hinzu, dass Veranstaltungen es ermöglichen, dass sich der Ort finanziell trägt. Über eine höhere Nutzungsfrequenz werde „der Ort im Bewusstsein der Gardeleger stärker verankert“, so der Architekt.

Es müssen Leute rein

Bürgermeisterin Mandy Zepig gab „aus städtischer Sicht“ einen Eindruck zum Vorhaben: „Wir haben in diesem Jahr ein Konzert veranstaltet, und es war ein voller Erfolg.“ Aus persönlicher Sicht berichtete sie von der Hochzeit ihrer Schwester an diesem Ort. „Ich möchte dafür werben, dass wir uns für dieses Vorhaben stark machen“, betonte Zepig.

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Das Konzept soll in weiteren Sitzungen der Fachausschüsse thematisiert werden. Das Bauamt arbeite bereits daran, Fördertöpfe für dieses Projekt aufzutun, so Zepig. Sie dankte dem Gardeleger Verein für Kultur- und Denkmalpflege dafür, dass er die Kirche in all den Jahren so gut erhalten habe.