Gardelegen l Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Gardeleger Stadtrates am Montagabend für das Ausführen von Sicherungsmaßnahmen an der Kleinen Bastion des Salzwedeler Tores und am Stendaler Tor aus. Zur Finanzierung sollen Städtebaumittel umverteilt werden. Bereits im Bau-, im Finanz- und im Hauptausschuss beschäftigten sich die Ausschussmitglieder mit diesem Thema. Diskussionsbedarf gab es während der Stadtratssitzung nicht mehr.

Die Maßnahmen seien dringend erforderlich, weil Bauteile herabzufallen drohen. Am Stendaler Tor müssen Fugen erneuert werden. Risse haben das Mauerwerk geschädigt. Auch dies müsse behoben werden. Eventuell werde eine Abdeckung aus Metall notwendig. Mit der Instandsetzung der Baudenkmäler soll ermöglicht werden, dass sie wieder für Touristen zugänglich werden können. Führungen und Besichtigungen seien nach Abschluss der Maßnahme wieder möglich.

Kosten von 200.000 Euro

Die Hansestadt Gardelegen geht davon aus, dass für beide Vorhaben Kosten von insgesamt 200.000 Euro entstehen werden. Für die Instandsetzung der Kleinen Bastion des Salzwedeler Tores werden voraussichtlich 120.000 Euro benötigt. 80.000 Euro werden wohl in die Instandsetzung des Stendaler Tores fließen. Für die Finanzierung ist beabsichtigt, die Mittel der Haushaltsjahre 2017 und 2018 aus dem Programm Stadtumbau Ost zu verwenden. Pro Jahr seien es 100.000 Euro. Ursprünglich waren diese Mittel angedacht, um das Bahnhofsgebäude zu sichern. Der Eigentümer könne diese Maßnahme aber nicht umsetzen, wie es in der Beschlussvorlage heißt. In Abstimmung mit dem Landesverwaltungsamt sollen diese Mittel daher nicht zurückgegeben werden, sondern für andere Maßnahmen, für die Tore, verwendet werden.

Nach Verlesung der Beschlussvorlage stimmten die Stadtratsmitglieder dem Vorhaben einstimmig zu.