Kalbe l Immer noch stehen an allen Ein- und Ausgängen des Kalbenser Kurparks: Die Baken und Absperrzäune, die seit zwei Wochen verhindern sollen, dass Kalbenser oder Gäste das Areal betreten. Das Sturmtief „Sabine“ hatte auch in Kalbe gewütet und in der Grünanlage 20 Bäume umgepustet und teilweise entwurzelt. Dabei war erheblicher Schaden entstanden. Mitarbeiter einer Spezialfirma haben zwar dafür gesorgt, dass einige der Bäume bereits zerkleinert und die zahlreichen Äste von den Wegen entfernt worden sind. Doch passiert werden darf der Park noch immer nicht, obwohl für diese Woche bereits eine Öffnung angekündigt worden war.

Der Grund: Es mussten und müssen nicht nur umgestürzte Bäume beräumt, sondern auch noch zusätzlich einige gefällt werden, die ansonsten bei der nächsten Gelegenheit umfallen würden. Doch die Arbeiten verzögern sich. Ingrid Bösener, stellvertretende Bürgermeisterin, erklärte dazu, dass die Wege zwar wieder frei sind und es angedacht ist, dass die Baken sowie die Zäune in den kommenden Tagen durch Mitarbeiter des städtischen Bauhofes wieder entfernt werden.

Schutz des Parkbodens im Fokus der Verwaltung

Dann ist es auch wieder möglich, den Kurpark zu betreten. Die Arbeiten sind dann jedoch noch längst nicht abgeschlossen. Denn das anhaltend schlechte und sehr nasse Wetter torpediere die ursprünglichen Planungen, erklärte Bösener. „Der Boden ist momentan aufgeweicht, weswegen wir das Abfahren des Holzes verschoben haben“, so die Vize-Bürgermeisterin weiter. Würden jetzt schwere Maschinen oder Anhänger im Kurpark zum Einsatz kommen, so würde es diesen zu stark in Mitleidenschaft ziehen.

Erst im Juni des vergangenen Jahres hatte es die bis dahin größte, durch Schädlingsbefall verursachte, Baumfällaktion in der Geschichte der innerstädtischen Grünanlagen gegeben. 118 Bäume waren dabei abgeholzt worden. Schon damals war der zuständige Ordnungsamtsmitarbeiter Jörg Kraberg davon ausgegangen, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sei. Er hatte vorausgesagt, dass bei den nächsten Stürmen weitere Bäume fallen könnten – und er hatte recht behalten. Für den Kurpark soll ein umfassendes Sanierungskonzept erarbeitet werden.