Zichtau l Sie kommen aus 22 Ausbildungsbetrieben in sieben Städten des Altmarkkreises, sie haben bei zwei Bildungsträgern gelernt und sind in einem von vier Berufen ausgebildet worden: 32 von 36 Prüflingen haben nach dreieinhalbjähriger Ausbildung ihre Prüfung bestanden und ihre Gesellenbriefe als Metallbauer, als Anlagenmechaniker für S-H-K-Technik, als Tischler oder als Kraftfahrzeugmechatroniker erhalten.

21 KFZ-Mechatroniker erhalten Gesellenbriefe

Die größte Gruppe stellten dabei die KFZ-Mechatroniker, die mit insgesamt 21 Gesellen aus zwölf Ausbildungsbetrieben beteiligt waren, weiterhin waren sechs Anlagenmechaniker, sowie drei Metallbauer und zwei Tischler mit dabei.

In seinem Grußwort stellte Landrat Michael Ziche die Bedeutung des lebenslangen Lernens heraus. „Sie stehen heute am Ende einer teilweise jahrhundertealten Tradition, die so jung und lebendig ist wie eh und je.“ Mit ihrem Entschluss, eine Ausbildung in einem Handwerksberuf zu absolvieren, hätten die jungen Männer „eine gute Entscheidung für Ihre berufliche Karriere getroffen und ein gutes Fundament für Ihr weiteres Leben gelegt“, sagte er. Doch mit Abschluss der Lehre sei die Zeit des Lernens nicht abgeschlossen. „Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten für Qualifizierung und Weiterbildung“, riet er den Gesellen. „Sie dürfen sich nicht auf den Lorbeeren, die Sie hier errungen haben, ausruhen.“ Lebenslanges Lernen sei ein „Sesam-öffne-dich für den Erfolg“.

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Schaufelschlag auf den Hintern

Für die Anlagenmechaniker gab es traditionell einen kühlen Trunk aus dem Pokal. Lautstark wurde die Freisprechung bei den KFZ-Mechatronikern, die für diesen Tag ein besonderes Ritual haben: Die neuen Gesellen mussten sich auf der Bühne vorbeugen und bekamen dem alten Brauch gemäß von Obermeister Martin Förster und Berufsschullehrer Ulrich Sander ihren „Gesellenschlag“ mit der Schaufel auf den Hintern.

Als bester Geselle des Jahrgangs wurde auf der Festveranstaltung Nils Gürges, als zweitbester Lucas Hüdepohl und als drittbester Kevin Koschwitz ausgezeichnet. Alle drei sind KFZ-Mechatroniker und haben ihre Prüfung mit dem Gesamtergebnis „gut“ bestanden. Passend zu dem Hinweis des Landrates erhielten sie unter anderem jeweils einen Ausbildungsgutschein von der KFZ-Innung Altmark West überreicht.

Kevin Koschwitz hielt für die Gesellen die Abschlussrede. Sein Dank ging an „alle Lehrer, die sich dreieinhalb Jahre mit uns herumgeplagt haben.“ Sie seien wohl oft auch am Rande eines Nervenzusammenbruches gewesen. Ferner dankte er den Ausbildungsbetrieben und vor allem auch den Eltern: „Wenn wir irgendwelche Probleme hatten, dann waren unsere Eltern immer der Ansprechpartner“, sagte er.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung mit Gitarrenspiel und Gesang von Dustin Saitzek und Lea Hoffman von der Gruppe „Tick2Loud“. Die beiden eröffneten die Feierstunde beziehungsreich mit dem Song „Dieser Weg“ und spielten auch das selbst verfasste Lied „Das Leben“, das im vergangenen Jahr auf vielen Jugendweihefeiern zu hören war.