Jävenitz l „Ich möchte Sie bitten, dass Sie für diesen besonderen Anlass alle aufstehen.“ Das waren die Worte von Kreisbrandmeister Torsten Schoof, Mitglied der Jävenitzer Wehr, die während der Jahreshauptversammlung bei den Kameraden und Mitgliedern der Jugendwehr für einen kurzen Moment für Verwunderung sorgten. Im gleichen Atemzug bat Schoof Andreas Kuschfeldt zu sich nach vorne, der derzeit als stellvertretender Ortswehrleiter in Jävenitz tätig ist.

„Aufgrund seiner Leistungen in der Freiwilligen Feuerwehr, nach Erfüllen der geforderten Mindestdienstzeit und nach erfolgreicher Teilnahme an den vorgeschriebenen Lehrgängen wird Andreas Kuschfeldt zum Oberbrandmeister ernannt“, teilte Torsten Schoof den Mitgliedern der Wehr mit, die diesen Moment mit einem kräftigen Applaus würdigten. Kurzerhand befestigten Dietmar Kutschker, Kinderfeuerwehrleiter und Torsten Schoof auch gleich die neuen Abzeichen an der Jacke von Andreas Kuschfeldt, der sich sichtlich über die Ehrung freute.

Förderverein hat über 50 Mitglieder

So positiv wie dieser Moment war auch überwiegend das zurückliegende Jahr, wie es Ortswehrleiter Sven Kozisnik und Andreas Kuschfeldt in ihren Reden formulierten. So könne man unter anderem stolz auf die sehr aktive Jugendwehr sein, die 2019 zahlreiche Pokale mit nach Jävenitz nehmen konnte und sich ansonsten auch sehr oft unter den besten Teams auf dem Treppchen blicken ließ. „Es gibt momentan fünf Wanderpokale im Bereich der Wettkämpfe der Jugendfeuerwehren in der Region. Vier davon stehen bei uns“, freute sich Sven Kozisnik.

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Positiv äußerte er sich über die Arbeit des Fördervereines, der vor der Versammlung selbst getagt hatte. „Es hat sich in dem zurückliegenden Jahr des Bestehens des Fördervereines gezeigt, dass es die richtige Entscheidung war, diesen Verein zu gründen“, so Sven Kozisnik. Demnach hätte man unter anderem mit Hilfe von Spenden neue Bekleidung für die Jugendwehr kaufen oder in andere feuerwehrrelevante Artikel investieren können. „Ich freue mich außerdem sehr darüber, dass wir im Förderverein mittlerweile über 50 Mitglieder haben“, erklärte Kozisnik.

Dass 2019 von den aktiven Mitgliedern zu den wöchentlichen Diensten im Durchschnitt nur 30,04 Prozent erschienen waren, sei dagegen zu kritisieren. Der Wehrleiter sieht diese Bereitschaft ausbaufähig und hofft, dass sich in diesem Jahr mehr Kameraden an den Mittwochsdiensten beteiligen.