Packebusch l Eine Bläsergruppe des Packebuscher Posaunenchores gestaltete gemeinsam mit Jungbläsern aus Fleetmark und verstärkt durch Bläser aus Salzwedel den Bläsergottesdienst in Packebusch. Lange Zeit war nicht klar, ob dieser besondere Gottesdienst stattfinden kann, wie Pfarrer Dietrich Eichenberg, der ebenfalls zu den Posaunisten gehörte und sich an der Darbietung der Instrumentalstücke beteiligte, berichtete. Studien ergaben, dass durch Blechblasinstrumente weitaus weniger Aerosole, also feinste Verteilung schwebender fester oder flüssiger Stoffe in der Luft, die zur Verbreitung von Viren beitragen können, verteilt werden, als bislang angenommen. Die Ausnahme dabei bilde allerdings die Querflöte. Da eine solche nicht zum Ensemble der Bläser aus Packebusch und Fleetmark gehört, durfte diese Veranstaltung stattfinden.

Mit Instrumentalstücken geleiteten die Bläser durch den Gottesdienst. Für einige Mitstreiter dieses Ensembles gab Auszeichnungen. Wie Kreiskantor Roland Dyck mitteilte, gebe es mit diesem Gottesdienst nun einen Posaunenchor mehr in der Region. Die Jungbläser aus Fleetmark haben ihre Ausbildung abgeschlossen. Damit dürfen sie sich nun ebenfalls Posaunenchor nennen. Mit ihnen gebe es nun sechs Posaunenchöre im Kirchenkreis Salzwedel, was allerdings angesichts der Größe dieses Kirchenkreises doch eine geringe Anzahl sei, so Dyck.

Nun sechs Posaunenchöre im Kirchenkreis

Der Kreiskantor, der auch aus Kreisposaunenwart fungiert, überreichte anschließend Ehrungen vom Landesposaunenverband. Die Bläsernadel in Bronze (für den motivierten Nachwuchs) erhielten Max Borchert und Jannik Richter von den Bläsern in Packebusch sowie Anton Buro, Brigitte Schulz, Hans Klein Bleumink und Maud Rockstroh von den Fleetmarker Jungbläsern. Die Bläsernadel in Gold erhielten für ihre 20-jährige Mitgliedschaft Jürgen Hottowitz und Frank Gerke, beide Bläser aus Packebusch, sowie Dietrich Eichenberg aus Fleetmark.

„Schön, dass es Posaunenchöre gibt“, so Roland Dyck. Und er nannte dazu eine Vielzahl von Gründen. Bläser verkünden mit ihrer Musik Gottes Wort. Sie spielen in den Gottesdiensten, auf Veranstaltungen unter freiem Himmel und auf Weihnachtsmärkten. Sie ergreifen mit ihrer Musik den Zuhörer manchmal genauso intensiv wie die Worte einer Predigt. „Manchmal ist ein Herz empfänglicher für Musik als für Worte.“ Bläser üben auch Diakonie aus, also den Dienst an Kranken, Armen und Schwachen in der Gesellschaft. Dyck erinnerte daran, dass während des Lockdowns, als in Alten- und Pflegeheime keine Besuche empfangen werden durften, Bläser vor den Einrichtungen zur Freude der Bewohner spielten. Bläser sind nicht allein, sie gehören einer Gemeinschaft an. Sie treffen sich regelmäßig zu ihren Proben. Meist finden diese häufiger statt, als in den Kirchen der Altmark Gottesdienste. Ein Posaunenchor verbindet Generationen, fasste der Kreiskantor und Kreisposaunenwart zusammen.