Gardelegen l Zweimal ausgeschrieben und zweimal wieder aufgehoben – das letzte Teilstück der Rudolf-Breitscheid-Straße von der Burgstraße bis zur Philipp-Müller-Straße wird auch in diesem Jahr nicht mehr realisiert werden. Grund dafür sind die Firmenangebote nach der Ausschreibung durch die Stadt. 310 000 Euro hatte die Stadt im Haushalt für den grundhaften Ausbau des 90 Meter langen Straßenabschnittes eingeplant. Die Angebote lagen bei 40 Prozent höheren Baukosten. Nach den Ausschreibungen 2016 und 2017 soll 2018 nun ein dritter Versuch gestartet werden. Glücklicherweise könnten bereits bestätigte Fördermittel ins nächste Jahr übernommen werden, informierte auf Anfrage Stadt-Bauamtsleiter Engelhard Behrends. Dieses Thema war auch Bestandteil der jüngsten Wasserverbandsversammlung. Denn betroffen davon ist auch der Gardeleger Wasserverband, der in der Breitscheidstraße Schmutz- und Trinkwasserleitungen erneuern wollte.

Gleiches treffe auf die Siedlungsstraße in Mieste zu, informierte Verbandsgeschäftsführerin Katja Rötz. Dort sollte die Trinkwasserleitung erneuert werden. Die Stadt wollte die Siedlungsstraße grundhaft ausbauen. „Auch da gab es eine Preissteigerung von 40 Prozent“, so Behrends. Dieses Projekt soll 2018 erneut ausgeschrieben werden.

Arbeiten in Jeggau liegen gut im Plan

Mit der Wächterstraße in Gardelegen folgt Gemeinschaftsprojekt Nummer drei, das in diesem Jahr Stadt und Verband realisieren wollten. Die Wächterstraße sollte grundhaft ausgebaut werden unter Verwendung des alten Großsteinpflasters und der Sandsteinborde. Die Gehwege sollten mit Mosaikpflaster und die Auffahrten mit Granitpflaster befestigt werden, stellte Behrends die Planungen vor. Erneuert werden sollten zudem die Regenwasserleitung und die Straßenbeleuchtung. Der Verband wollte seinerseits Wasserleitungen erneuern. Die Stadt hatte für ihren Part im Haushalt 206 000 Euro eingestellt. Davon sollten 165 000 Euro über Fördergeld gesichert werden. Nach der Ausschreibung im Spätsommer gab es kein einziges Firmenangebot, so Behrends. Ein zweiter Versuch soll im Januar 2018 gestartet werden.

Für den Gardeleger Wasserverband verschiebt sich noch ein weiteres Projekt ins nächste Jahr. Und zwar die Erneuerung von Trinkwasserleitungen im Miester Elsholzweg. Dort gebe es seitens der Stadt Verzögerungen bei der Planung, informierte Katja Rötz in der Verbandsversammlung. „Inwiefern sich die Lage verbessert, ist unklar“, so Rötz. Gut im Zeitplan liegen dagegen die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt in Jeggau. Die Landesstraße werde derzeit erneuert. Der Wasserverband verlegt neue Trinkwasserleitungen im Gehwegbereich. Die Arbeiten seien zu 95 Prozent abgeschlossen. In der kommenden Woche werden die Hausanschlüsse erneuert.