Jävenitz l Geschichten von früher und heute, Neuigkeiten aus der Nachbarschaft – Stoff gab es mit Sicherheit genug, um die Aktion Klönbänke des Jävenitzer Heimatvereines mit Leben zu erfüllen. Die Gastgeber hatten sich jedenfalls so einiges einfallen lassen, um die Besucher zu unterhalten und auch mit leckeren Köstlichkeiten zu versorgen.

Im Mittelpunkt der zweiten Auflage der Jävenitzer Klönbänke stand die Kartoffel. Und darauf hatte sich auch der einstige Direktor der Jävenitzer Schule, Gerhard Busch, intensiv vorbereitet. Er bot seinen Klönbank-Gästen einen Vortrag über die Geschichte der Kartoffel und über Sitten und Bräuche in der Altmark an. Zur Veranschaulichung hatte der Lehrer im Ruhestand auch einige Prachtexemplare aus seinem Garten ausgestellt. Wer wollte, konnte zudem in den Jävenitzer Schulchroniken blättern und sich so gemeinsam mit anderen Klönbank-Gästen an alte Zeiten erinnern.

Die alten Zeiten waren auch ein Thema bei der Klönbank von Brigitte Maly, der ehemaligen Leiterin der Jävenitzer Kita und Tochter des Jävenitzer Alt-Bürgermeisters Ludwig Pawlik. Und da gab es viel zu erzählen, denn der umtriebige Pawlik hatte zu seinen Lebzeiten so einiges für Jävenitz erreicht. Unter anderem der Bau der Jävenitzer Schule und des Kindergartens fielen in seine langjährige Amtszeit.

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Elisabeth Gille-Frank, Vorsitzende des Fördervereines, hatte die ehemalige Gaststätte geöffnet. Die Besucher konnten dort die kleine private Heimatstube von Gille-Frank bewundern. Ihr spezielles Thema aber war selbstgemachte Deko für Haus, Hof und Garten. Dazu gab es Kaffee und selbstgebackenen Apfelkuchen.

Helga Hecktor aus Hottendorf hatte sich eigens auf den Weg gemacht, um ihrer „alten Chefin vom Konsum“, Inge Pilzecker, einen Besuch abzustatten. Bei Kaffee, Getränken und leckeren Schmalzstullen ging es auch dort um „Gott und die Welt“.

Acht Stationen mit kulinarischen Angeboten

Insgesamt acht Klönbänke konnten am Sonnabendnachmittag aufgesucht werden. Am Abend fand in den Heimatstuben am Weidenhof in geselliger Runde ein Pellkartoffelessen statt. Zwölf Kilogramm Kartoffeln wurden im großen Dämpfer gegart. Dazu gab es Beilagen, wie Quark, Gehacktesstippe, Sülze, eingelegten Hering und Leberwurststippe. Etwa 30 Gäste waren der Einladung gefolgt.

Allerdings hätten sich die Organisatoren etwas mehr Resonanz gewünscht. „Aber die, die da waren, hatten ganz viel Spaß und waren begeistert“, betonte Ingeborg Lamprecht, die die Aktion Klönbänke auf den Weg gebracht hatte. Ob es eine dritte Auflage geben wird, soll im Verein noch besprochen werden.