Kalbe l „Musik ist ein reines Geschenk“: So soll es schon Luther gesagt haben. Und der Geist des Reformators, er schwebte am Freitagabend auch in der Kalbenser Kirche mit. Dort fand nicht nur das mittlerweile dritte Benefizkonzert zugunsten der Sanierung der Kirchenorgel statt. Sondern es gab auch eine Ausstellungseröffnung, die ein handgemaltes Porträt des einstigen Luther-Schülers und ersten evangelischen Pfarrers von Kalbe, Elias Hoffmann (1518 bis 1579), in den Mittelpunkt rückte.

Neue Ausstellung

Das Porträt, das früher unbeachtet in einer Kirchenecke stand, das aber für eine Ausstellung zum Reformationsjubiläum im Kulturhistorischen Museum Magdeburg restauriert worden und das im Februar 2018 nach mehreren Monaten Ausleihzeit nach Kalbe zurückgekehrt ist, kann ab sofort in einer der Patronatslogen der evangelischen Kirche bewundert werden. Dazu gibt es in einer Vitrine umfassendes Info-Material und sogar Handschriftliches von Elias Hoffmann zu sehen, zusammengestellt von Heimatforscher Henning Krüger.

Zudem in der Loge ausgestellt: Aufnahmen, die Motive aus dem Kalbenser Gotteshaus zeigen, die Besuchern ansonsten meist verborgen bleiben. Die Bilder stammen von Mitgliedern des örtlichen Fotoclubs, die sich mehrfach ungestört in der Kirche umsehen und dabei ihrer Kreativität freien Lauf lassen konnten. Die acht Fotos sind nur eine kleine Auswahl der dabei enstandenen Aufnahmen.

Bilder

Gestaltet wurde das Benefizkonzert vom örtlichen Kirchenchor, der mehrstimmig geistliche und weltliche Lieder sang, sowie von Organist Daniel Graf. Die von ihm gespielte, 999 Pfeifen umfassende, Röver-Orgel soll im nächsten Jahr restauriert werden, vorausgesetzt, es klappt vorher mit der Begasung der vom Holzwurm befallenen Kirche. Sponsoren sollen auf einer von Marko Kühnel gestalteten Tafel aufgelistet werden.