Leseförderung

Bibliothek und Hausärzte in Kalbe beteiligen sich am bundesweiten Sprachförderprogramm Lesestart 1-2-3

In Kooperation mit den beiden Kalbenser Hausärzten  Dr. Daniel Graf und Dr. Ulrike Fechner beteiligt sich die Bibliothek in Kalbe am  bundesweiten  Programm Lesestart 1-2-3. Damit sollen bereits die Jüngsten, die Ein- bis Dreijährigen, an Lesen und Sprache herangeführt werden.

Von Doreen Schulze
Die Bibliothek in Kalbe beteiligt sich am Bundesprogramm Lesestart 1-2-3 zur Lese- und Sprachförderung der Ein- bis Dreijährigen. Bibliotheksleiterin Birgit Rink zeigt  die dazugehörige Lesetasche. Neu gestaltet wurde auch ein Lesezeichen mit Hinweisen zur Bibliothek.
Die Bibliothek in Kalbe beteiligt sich am Bundesprogramm Lesestart 1-2-3 zur Lese- und Sprachförderung der Ein- bis Dreijährigen. Bibliotheksleiterin Birgit Rink zeigt die dazugehörige Lesetasche. Neu gestaltet wurde auch ein Lesezeichen mit Hinweisen zur Bibliothek. Foto: Doreen Schulze

Kalbe - Mit Mama oder Papa eingekuschelt auf dem Sofa sitzen und dabei ein Buch anschauen beziehungsweise etwas vorgelesen bekommen – ein Ritual, das Kindern und Eltern Nähe bietet und auch Gelegenheit gibt, über den Inhalt der Geschichten aktuelle Themen, die die Kinder gerade beschäftigten, aufzuarbeiten. Darüber hinaus  führe das Vorlesen an die Welt der Bücher heran. Außerdem werde die Sprachentwicklung  gefördert, betont Birgit Rink, Leiterin der Bibliothek in Kalbe.

Die Einrichtung beteiligt sich am bundesweiten Programm Lesestart 1–2–3. Dieses bietet eine frühe Sprach- und Leseförderung für Familien mit Kindern im Alter von einem bis drei Jahre an. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)). Die Ausführung erfolgt über die  Stiftung Lesen.

Aktuell ist nun auch  die Kalbenser Stadtbibliothek mit im Boot. Dabei arbeitet Bibliotheksleiterin Birgit Rink mit den beiden in Kalbe niedergelassenen Hausärzten Dr. Ulrike Fechner und Dr. Daniel Graf zusammen.

Starter-Set für Zweijährige ab sofort erhältlich

Das aktuelle Lesestart-Set für die Zweijährigen erhalten Kinder und Eltern bei der U7-Vorsorgeuntersuchung bei den genannten Ärzten. Dazu gibt es eine Lesetasche aus Stoff, gefüllt mit einem altersgerechten Bilderbuch, mehrsprachigem  Informationsmaterial für die Eltern mit Bastelanregungen, Vorleseanregungen  sowie den Verweis auf die Internetseite des Projekts, auf der es  weitere nützliche Hinweise gibt.

Die Henkel der Lesetasche  für die Zweijährigen  sind übrigens rot. Bei der U6-Vorsorgeuntersuchung erhalten Einjährige entsprechende Lesebeutel mit  gelben Henkeln. Für die Dreijährigen haben die Lesebeutel blaue Henkel.  Diese sind dann in der Bibliothek abzuholen, berichtet Rink. Für die Mädchen und Jungen ist damit zumeist der erste Kontakt mit der Bücherei gegeben. Die Lesestart-Sets sind kostenfrei erhältlich. Aktuell gibt es bei der Vorsorgeuntersuchung nur das Lesestart-Set für die Zweijährigen.  Ab November  diesen Jahres werden dann auch wieder die übrigen Sets vergeben. Das bundesweite Förderprogramm ist für acht Jahre vorgesehen. Es läuft von 2019 bis 2026.

Lesezeichen von Kalbenser Designerin gestaltet

Ins Lesestarter-Set legt Birgit Rink übrigens auch ein Lesezeichen hinein,  das auf die Öffnungszeiten und Kontaktmöglichkeiten der Einrichtung verweist.  Nutzer können dieses bei ihrem nächsten Besuch auch mitnehmen.

Gestaltet wurde dieses Lesezeichen von der Grafikdesignerin Elvira Chevalier, die in Kalbe zu Hause ist und sich für den Künstlerstadt-Verein im Ort engagiert. Das Design ist dabei in Grün- und Blautönen gehalten. „Dies war mein Wunsch. Ich wollte eine Verbindung zur Kinderbibliothek herstellen. Und dieser Bereich ist bei uns mit grünen Wänden gestaltet“, erläutert die Bibliotheksleiterin den Hintergrund.

Weitere Informationen zum bundesweiten Förderprogramm Lesestart 1-2-3 gibt es im Internet unter: https://www.lesestart.de