Dankeschön für die Krippenspiel-Kinder der Pfarrbereiche Lindstedt und Kloster Neuendorf

Brennende Luft in ganz kleiner Manege

Von Doreen Schulze

Zauberei, Magie, Jonglage und Clownerie erwartete die jungen Besucher des Circus Knopf am Freitag in Staats. Die Vorstellung war ein Dankeschön der Pfarrbereiche Kloster Neuendorf und Lindstedt an die Darsteller der zahlreichen Krippenspiele.

Staats l "Wenn man sich für etwas einsetzt, dann soll man auch etwas zurückbekommen", erklärte Gemeindepädagoge Andreas Hoenke. Diese positive Erfahrung machten die etwa 50 Kinder aus Volgfelde, Vollenschier, Wittenmoor, Uchtspringe, Käthen, aber auch aus Lüffingen, Algenstedt, Seethen, Lindstedt, Kassieck, Wollenhagen und Hemstedt.

"Es ist ein Zeichen nach außen, dass sich der Einsatz auch lohnt"

Andreas Hoenke, Gemeindepädagoge

Sie alle spielten an Heiligabend in den Kirchen ihrer Heimatdörfer als Maria, Joseph, Hirte oder einer der Heiligen Drei Könige beim Krippensiel mit. Als Dankeschön luden die Pfarrbereiche Lindstedt und Kloster Neuendorf diese Mädchen und Jungen zu einem gemeinsamen Erlebnis ein. "Es ist ein Zeichen nach außen, dass sich der Einsatz auch lohnt", erklärte Andreas Hoenke.

Die Kinder sahen am Freitag eine rund einstündige Vorstellung des Circus Knopf im Gemeindehaus in Staats. Inmitten zahlreicher bunter Tücher, mit denen Antje Hildebrandt eine kleine Manege zauberte, erlebten die Kinder wagemutige Akrobatik, atemberaubende Zauberei, spaßige Jongleure und gefährlich brennende Luft. Mit Antje Hildebrandt stand Michele Costi als Prinz Puzo in der Manege. Gemeinsam zeigten sie mit cooler Sonnenbrille auf der Nase und unbeweglichem Poker-Face spektakuläre Zaubertricks. So förderte Antje Hildebrandt aus verknoteten Mantelärmeln Schmuckstücke zu Tage. Während die Altmärkerin ihr Können auf dem Diabolo zeigte, sorgte Michele Costi mit seinem kläglichen Versuch, Schmetterlinge mit einem Netz zu fangen, für Schmunzeln.

Es sind die einfachen Mittel, mit denen Circus Knopf begeistert. Bunte Tücher, einige wenige Gegenstände und Können sind es, die für Spannung und Unterhaltung beim Publikum sorge. Und das bei Alt und Jung gleichermaßen. Gefährlich wurde die Abschlussdarstellung der Vorstellung. Feuer kam ins Spiel. Die Künstlerin zeigte Jonglage mit brennenden Stäben, ohne dabei die Clownerie zu kurz kommen zu lassen.

Die Darbietungen gefielen, und so ließen die jungen Zuschauer Hildebrandt und Costi nicht ohne Zugabe aus der Manege. Nach kurzem Überlegen hatte Antje Hildebrandt auch schon ein passendes Abschiedsgeschenk für die Gäste. Eine Zeitungspflanze, die nicht mehr aufhören wollte zu wachsen. Dazu stopfte sie ein großes Knäuel aus Zeitungspapier in einen Zylinder. Mit etwas Hokuspokus "wuchs" die Zeitungspflanze daraus.Mit viel Applaus entließen die Kinder die Akteure aus der Manege.

Bei Plätzchen und Kinderpunsch blieb jedem Gast Zeit, die Kinder aus den Nachbarorten kennenzulernen. Gemeindepädagoge Andreas Hoenke kann sich vorstellen, dass im kommenden Jahr für die Krippenspiel-Kinder wieder eine Dankeschön-Veranstaltung in dieser Form organisiert wird. "In den Jahren zuvor haben wir uns beispielsweise beim Bratapfelessen im kleinen Kreis getroffen", berichtete er. Für die Zukunft kann sich der Gemeindepädagoge aber vorstellen, "nicht nur im Kleinen zu denken", sondern auch größere Veranstaltungen mit mehr Kindern anzubieten. "Wir wollen weitere solcher Höhepunkte schaffen", sagte er.

Die Kosten für diese Veranstaltung trugen die Pfarrbereiche Kloster Neuendorf und Lindstedt, aus denen die Kinder kommen, gemeinsam. Für die Kinder aus dem Bereich Lindstedt wurde sogar ein Bus eingesetzt, um sie nach Staats zu bringen.