Jävenitz l Stinksauer sind Erika und Gerhard Lindecke aus Jävenitz auf die Stadt Gardelegen. Genauer gesagt: auf das Bauamt. Die Mitarbeiter hätten doch wohl wenigstens zum Jävenitzer Schützenfest am Tunnel, an der Straße Zum Prinzendamm, das Unkraut entfernen können, finden die beiden Anwohner.

„Wie hatten wir das Schützenfest in Jävenitz herbeigesehnt“, so heißt es in einem Schreiben des Ehepaares, das der Volksstimme vorliegt. „Weil zu diesem Zeitpunkt wenigstens einmal jährlich der Prinzendamm vom Unkraut befreit wurde.“ Die beiden Jävenitzer betonen, dass sie selbst sich bemühen, die Fläche vor ihrem eigenen Grundstück sauber zu halten. „Würden wir das nicht machen, hätten wir mit Sicherheit schon die Rote Karte von der Stadt erhalten.“

Schandfleck im Ort

Auf jeden Fall sei es ärgerlich und peinlich gewesen, dass Jävenitzer und auswärtige Besucher des Schützenfestes diesen Schandfleck ansehen mussten, finden die Lindeckes.

Bereits mehrfach hätten sie in den vergangenen Jahren immer wieder bei den verantwortlichen Stellen bei der Stadtverwaltung vorgesprochen, damit dort das Unkraut beseitigt wird, aber eine dauerhafte Lösung habe es nicht gegeben.

Letzte Grünarbeiten im Frühjahr

Bauamtsmitarbeiter Daniel Langer betont, dass das Bauamt die Strecke bereits im Frühjahr gesäubert hat: „Wir haben dort im März/April den gesamten Bürgersteig, den Radweg und die Einläufe gemacht“, zählt er auf. Dass zum Schützenfest das Kraut nicht noch einmal entfernt wurde, liege daran, dass aus Jävenitz niemand Bescheid gesagt habe. Es sei in solchen Fällen einfach ungünstig, dass es in Jävenitz keinen Ortschaftsrat gebe, der sich um so etwas kümmere. In Jerchel und Kassieck, den anderen Orten ohne Ortschaftsrat, würden Mitarbeiter des Bauamtes wohnen, die ihm gegebenenfalls einen Hinweis geben würden. „Es hat sich einfach keiner bei uns gemeldet“, sagt Langer. Das Ehepaar hätte doch einfach einmal kurz vor dem Fest Kontakt mit dem Bauamt aufnehmen können, und die Sache wäre erledigt worden, findet Langer.

Ob denn nun wenigstens nach dem Schützenfest etwas passieren werde am Jävenitzer Tunnel? „Wenn ich weiß, dass etwas gemacht werden muss, dann wird das auch gemacht“, sagt Langer.