Gardelegen l Derzeit ist die Stadt mit der Auswertung der eingegangenen Anmerkungen beschäftigt. Ein paar Antworten konnte Bürgermeisterin Mandy Zepig den Mitgliedern des Sozialausschusses am Dienstagabend aber bereits geben.

Ein Thema war die geplante Skateanlage, die sich Jugendliche gewünscht haben. Laut Bürgermeisterin Mandy Zepig wird die Skateanlage nicht in diesem Jahr, sondern erst 2019 gebaut. Die Kosten seien recht hoch, in Klötze sei eine solche Anlage für 100.000 Euro gebaut worden. Derzeit sei Bauamtsleiter Engelhard Behrends damit beschäftigt, nach Fördermöglichkeiten zu suchen. 2019 solle die Anlage aber definitiv gebaut werden. Sie wird in dem schallgeschützten Bereich hinter den Hügeln entstehen. Das hätten sich die Jugendlichen auch so gewünscht, und es sei auch für Anwohner besser, „weil durch die Hügel der Krach etwas absorbiert wird“, informierte Bürgermeisterin Mandy Zepig. Es soll sich auf jeden Fall um ein stabiles Bauwerk handeln: „Wenn es so wird, wie wir uns das vorstellen, dann ist sie unkaputtbar, höchstens anmalbar“, sagte Zepig.

Lob für Eisfläche

Lob gab es für die neue Eisfläche im Park. Die Stadt hatte den Bereich fluten lassen, um eine Freizeitmöglichkeit für Schlittschuhläufer zu schaffen. „Ich bin begeistert, dass die Eisfläche da ist“, sagte Ausschussvorsitzende Sandra Hietel, „meine Tochter hat das auch rege genutzt.“

Schön wäre es allerdings, wenn die Fläche auch heil bliebe, meinte Zepig. Einige Zeitgenossen machten sich offenbar eine Spaß daraus, Eisstücke vom Rand abzubrechen und dann mitten auf die Fläche zu schleudern, die dann dort fest frieren. Das sei sehr gefährlich.

Parkähnlichen Charakter erhalten

Wichtig sei, dass der Bürgerpark seinen parkähnlichen Charakter behalte, merkte Oliver Stegert im Ausschuss an. Die Geröllberge im Eingangsbereich würde er gern abtragen lassen. Er regte an, den Volleyball- und Basketballplatz in die Nähe des Fußballplatzes zu verlegen. „Dann hätte man alle Ballsportarten beisammen.“ Wenig Gefallen fand er an der Idee, eine öffentliche WC-Anlage im Bürgerpark zu bauen. „Macht es überhaupt Sinn, da Toiletten hinzustellen?“, fragte er.

„Wenn da viele Leute unterwegs sind, muss eine Toilette schon sein“, meinte Zepig. Es könne aber durchaus auch eine „nicht wasserbedürfende Anlage“, also eine Bio-Trockenanlage, sein. Die Toilette am Tivoli sei jedenfalls schon so alt „und geht gar nicht mehr“. Die neue Toilette solle „schic, charmant und abwaschbar“ werden.

Folgekosten für Wartung und Pflege

Dirk Kuke fragte, ob nicht ein Rundkurs für Inliner- und Rollschuhfahrer angelegt werden könne. „Das ist sehr kostenintensiv“, klärte Zepig auf, „darum haben wir davon Abstand genommen.“ Ein weiteres Argument gegen einen betonierten Rundkurs sei, dass beim Bau des Parks Fördergelder geflossen seien – „unter der Bedingung, dass möglichst wenig Flächen versiegelt werden“, so Zepig. Schon durch den Bau der Skateanlage werde aber sehr viel Oberfläche wasserdicht verschlossen.

Andreas Brendtner wies darauf hin, dass man die Folgekosten im Auge behalten müsse, vor allem die Kosten für Wartung der Spielgeräte und Pflege der Grünflächen. Die Pflegearbeiten im Park erledige derzeit das stadteigene Grünpflegeteam, so Zepig.

Sponsoren für Spielgeräte gesucht

Stegert fragte auch nach den neuen Spielgeräten. „Ich sehe auf dem Spielplatz gar nicht so viel Bedarf für neue Geräte“, sagte er. Gewünscht hätten sich die Bürger Bodentrampoline, informierte Zepig. Sie betonte: „Ich versuche, die Kosten so gering wie möglich zu halten.“ Derzeit „akquiriere“ sie Spielgeräte. Mögliche Sponsoren seien willkommen.

Gestern Nachmittag probierten einige Bürger die Eisfläche aus, allerdings wies sie auch große Flächen von porösem, brüchigen „Knackeis“ auf, so dass an vielen Stellen an lange Schlidderfahrten nicht zu denken war.