Burg- und Heimatmuseum Altes Wachhaus in Kalbe öffnet wieder für Besucher

Monatelang war es still im Alten Wachhaus in Kalbe, dem örtlichen Burg- und Heimatmuseum. Nun sind Besucher dort wieder willkommen. Es gilt Masken- und Abstandspflicht. Ein Testnachweis ist nicht vorzulegen.

Von Doreen Schulze
Ab heute öffnet das Wachhaus wieder für Besucher. Gestern leistete das Wachhaus-Team einen Frühjahrsputz. Dieter Radtke putzte unter anderem die Scheiben des Schautisches im Museumsraum zur Kalbenser Kleinbahn.
Ab heute öffnet das Wachhaus wieder für Besucher. Gestern leistete das Wachhaus-Team einen Frühjahrsputz. Dieter Radtke putzte unter anderem die Scheiben des Schautisches im Museumsraum zur Kalbenser Kleinbahn. Foto: Doreen Schulze

Kalbe - Es geht wieder los. Der Museumsbetrieb im Burg- und Heimatmuseum Altes Wachhaus in Kalbe startet. Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis. Besucher sind jeweils mittwochs, freitags und sonnabends von 16 bis 17 Uhr willkommen. Bei Bedarf können über das Tourismusbüro im Kalbenser Rathaus auch weitere Termine vereinbart werden. Angedacht ist, dass am Eingang das Gebäudes ein Hinweisschild angebracht wird, auf dem auf diese Möglichkeit mit entsprechender Telefonnummer (039080/97122) verwiesen werde, so Henning Krüger, Vorstandsmitglied im Kalbenser Kultur- und Heimatverein.  

Mitglieder des Vereines sowie weitere engagierte Bürger sind es auch, die die Öffnungszeiten des Museums absichern. 25 Mitstreiter sind es derzeit, die diesen Dienst leisten. „Wer Interesse hat, kann gern dazu kommen“, so Krüger.

Als im Frühjahr 2020 die Pandemie ausbrach, musste das kleine, verwinkelte historische Gebäude für Interessierte verschlossen bleiben. Während der Sommermonate konnten unter Einschränkungen sich Besucher wieder in den Räumen umschauen, aber schon im Herbst musste die Einrichtung pandemiebedingt wieder schließen. Nun öffnen sich die Türen wieder. Aber auch diesmal sind Auflagen zu erfüllen. „Die Besucher müssen Schutzmasken tragen, der Abstand ist einzuhalten und es können nur Bewohner zweier Hausstände gleichzeitig im Gebäude sein“, schildert Jessica Baldauf, Leiterin der Tourist-Information in Kalbe. Ein Negativtest ist nicht vorzulegen, betont Baldauf.

Möglich ist ab sofort  auch wieder, dass Schulklassen dort etwas zur Historie von Burg und Stadt erfahren. In den Vorjahren war es üblich, dass die dritten Klassen der Kalbenser Grundschule  ein Projekttag im Museum absolvierten. Für die Viertklässler gab es alljährlich eine Lesung, bei der ihnen Kalbenser sagen näher gebracht wurden. Auch Schulen aus anderen Orten kamen. In diesem Jahr konnten diese Angebote nicht gemacht werden. „Ich hoffe, dass es im kommenden Schuljahr wieder möglich sein wird“, so Krüger, der diese Schulprojekte begleitete. 

Eintritt ohne Testnachweis

Bevor heute aber die ersten Geschichtsinteressierten durch die Museumsräume schlendern, machten dort Vereinsmitglieder und Ehrenamtliche klar Schiff. Sie putzten die Fenster, reinigten die Scheiben der Vitrinen und Schautische. Sie fegten, saugten Staub und beseitigten die Spinnenweben.

Im Burgturm war  bereits am Vortrag Wolfgang Lüttge aktiv. „Mehr können dort auch gar nicht arbeiten. Es ist beengt.“  Lüttge entfernte  Staub, Schmutz und Spinnenweben.

Im Anschluss an die Arbeiten saßen die Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen zusammen. Jessica Baldauf, die erst seit wenigen Monaten die Tourist-Information leitet, nutzt diese Gelegenheit, um die Ehrenamtlichen kennenzulernen. Diese Kaffeerunde richtete die Stadt aus, als Dankeschön an die Ehrenamtlichen. Bislang gab es diese Veranstaltung alljährlich zum Jahresende.

Noch nicht mit festen Terminen angeboten, werden die Stadtführungen in Kalbe. Weitestgehend werden diese von Wolfgang Lüttge geleitet. Es besteht aber die Möglichkeit, auf Nachfrage in der Tourist-Information Termine zu vereinbaren. Für eine rasche Abstimmung der Termine zwischen den Ehrenamtlichen gibt es nun auch eine Wachhaus-Whatsapp-Gruppe, berichtet Krüger.